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Boeing will 737-Produktion bald wieder aufnehmen

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David Calhoun, © Boeing

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SEATTLE - Boeing hat die Produktion der 737 MAX gestoppt. Der neue Chef David Calhoun will die Linie noch vor einer Wiederzulassung "langsam aber stetig" wieder anlaufen lassen. Bei der Entwicklung eines neuen Flugzeugprogramms für die Marktmitte setzt Caloun alles auf Anfang.

Boeing fasst Vertrauen in eine Freigabe der 737 MAX zur Jahresmitte. Vor "diesem Moment im Juni" werde Boeing die Produktion des Modells wieder aufnehmen, sagte Calhoun in einer Telefonkonferenz. Ab April sollen in Renton neue 737 MAX vom Band laufen.

"Ich glaube an dieses Flugzeug", sagte Calhoun. Eine Einstellung des Programms stehe nicht zur Debatte.

Die 737 MAX ist seit März 2019 nach zwei Abstürzen mit 346 Toten weltweit für Passagierflüge gesperrt. Seither hat Boeing rund 400 737 MAX auf Halde produziert. Der Konzern wappnet sich mit Krediten für eine Prozesslawine und Schadensersatzforderungen von Airlines in Milliardenhöhe.

Calhoun ließ offen, bis wann der Konzern die vorgesehene Produktionsrate von 57 737 MAX pro Monat erreichen wird. Sein geschasster Vorgänger Dennis Muilenburg hatte diese Rate für "Ende 2020" angekündigt.

Die 737-Krise hat den Konzern 2019 gelähmt: Airbus konnte mit Ankündigung der A321XLR der lange geplanten "797", einem Flugzeug für mittlere Langstrecken, das Wasser abgraben. So werden die Boeing-Stammkunden American und United mit A321XLR in den 2020er Jahren ältere Boeing 757 ersetzen.

Das bisherige Konzept für das New mid-Market Airplane "797" ist damit hinfällig. Boeing werde wieder "mit einem weißen Blatt Papier" anfangen und ein Flugzeug entwerfen, "das besser in das heutige Wettbewerbsumfeld passt", sagte Calhoun. "Die Dinge haben sich ein wenig geändert."

Dabei denkt Calhoun in erster Linie an die Steuerung neuer Maschinen: "Bevor wir zu dem eigentlichen Flugzeug kommen, müssen wir uns mit einer (neuen) Philosophie für die Flugsteuerung befassen."
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Boeing | 23.01.2020 08:56


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Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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