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Regierung rechnet mit Millionenkosten für Drohnenabwehr an Flughäfen

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Drohne, © Jonathan Lampel on unsplash

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BERLIN - Die Verbesserung der Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen dürfte nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums Millionen verschlingen.

Pro Flughafen sei mit einmaligen Kosten von 30 Millionen Euro zu rechnen, schreibt das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine mobil einsetzbare Drohnenabwehr dürfte demnach etwa 13 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Bei wie vielen Flughäfen eine Drohnenabwehr erforderlich sein könnte, führt das Ministerium nicht aus. Es gibt in Deutschland nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 16 internationale Verkehrsflughäfen, hinzu kommen regionale Flughäfen. Derzeit verfügten Bundespolizei und Bundeskriminalamt über technische Mittel, um unbemannte Luftfahrzeuge zu entdecken, zu verifizieren und abzuwehren, schreibt das Ministerium. Sie seien zudem «technisch begrenzt in der Lage», die Steuerung von Drohnen zu stören oder «physisch auf diese einzuwirken».

Das Verkehrsministerium unterstützt die Entwicklung eines Drohnenabwehrsystems namens «Falke». Am Hamburger Flughafen soll getestet werden, wie eindringende Drohnen aufgespürt, identifiziert und notfalls abgefangen werden können, damit der Flugverkehr nicht gestört wird. Nach einem Bericht der Funke Mediengruppe aus dem Dezember wurden im vergangenen Jahr 158 Fälle gemeldet, in denen Drohnen den Flugverkehr in Deutschland störten.

«Drohnen dürfen die Sicherheit an deutschen Flughäfen nicht gefährden», erklärte der FDP-Abgeordnete Bernd Reuther: «Deswegen muss die Bundesregierung nötige Maßnahmen zur Drohnenabwehr in ihrem Haushaltsentwurf für 2021 berücksichtigen.»
© dpa | 25.01.2020 06:02

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Beitrag vom 26.01.2020 - 18:37 Uhr
Das wir immer für die Doofheit und Unvernunft andere zahlen müssen!
Beitrag vom 26.01.2020 - 17:11 Uhr
Von daher halte ich das Thema Terrorismus/Kriminalität bei der Betrachtung von Quadcoptern für übertrieben.
Kann man mitgehen.
Sobald die ersten drei Schwachköpfe, die ihre Copter nahe Flugplätzen fliegen lassen um "coole" Filme zu drehen, zu Freiheitsstrafen und Schadenersatz verdonnert wurden, werden die Sichtungen nahe Flughäfen massiv zurückgehen.
Fraglich. Diejenigen bei denen später was zu holen sein wird, verkneifen sich das heute schon, aus gutem Grund. Ob man den anderen irgendwelche Bewährungsauflagen macht, bleibt ohne einschlagende Wirkung.
Beitrag vom 25.01.2020 - 09:59 Uhr
...welch kriminelle und auch terroristische Möglichkeiten sich durch den Einsatz von Drohnen...

All das, was man heute mit Drohnen anrichten könnte, hätte man seit Langem auch mit ferngesteuerten Flugzeugen und Hubschraubern ebenfalls anrichten können.
"Drohnen", genauer gesagt ferngesteuerte Quadcopter, unterscheiden sich in ihrem Gefahrenpotential und ihren Einsatzmöglichkeiten nicht von normalen ferngesteuerten Helikoptern.

Die Technik an sich wird leitungsfähiger und kleiner. Reichweiten werden größer. Und gewisse darwinistische Effekte, die die größten Trottel jahrelang zuverlässig aus dem Modellflug hinausfrustiert haben, entfallen mit den heutigen technischen Hilfmitteln nach und nach.
Aber am Grundsatz der Bedrohung durch Terroristen oder Kriminelle hat sich in den letzten 50 Jahren wenig geändert - ohne dass etwas passiert wäre.

Von daher halte ich das Thema Terrorismus/Kriminalität bei der Betrachtung von Quadcoptern für übertrieben.
Sobald die ersten drei Schwachköpfe, die ihre Copter nahe Flugplätzen fliegen lassen um "coole" Filme zu drehen, zu Freiheitsstrafen und Schadenersatz verdonnert wurden, werden die Sichtungen nahe Flughäfen massiv zurückgehen.

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2020 14:03 Uhr bearbeitet.


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