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Boeing erwägt geringere 787-Produktion

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Boeing 787 FAL Everett, © The Boeing Company

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SEATTLE - Umkehrschub auf den 787-Linien: Boeing prüft wegen schleppender Verkäufe eine stärkere Produktionskorrektur beim Dreamliner.

Noch verlassen Monat für Monat 14 Flugzeuge die 787-Fabriken in Everett und Charleston, Ende 2020 will Boeing die Rate auf zwölf Flugzeuge zurücknehmen.

Laut Quellen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" reicht dem neuen Boeing-Chef Dave Calhoun diese Korrektur nicht aus.

Weil die Auftragsreserve im Programm Ende 2019 auf 520 Flugzeuge abschmolz und China im Handelskonflikt mit den USA Neubestellungen weiter zurückhält, könnte Boeing auf eine Rate von zehn 787 pro Monat zurückgehen.

In der 737-Krise ist der Dreamliner derzeit die wichtigste zivile Einnahmequelle des Airbus-Konkurrenten. Im Schlussquartal 2019 lieferte Boeing 45 787 aus - und nur 34 Flugzeuge aus anderen Programmen.

Der rasante Produktionshochlauf unter Calhouns Vorgänger Dennis Muilenburg hatte insbesondere in Charleston zu Qualitätsproblemen geführt. Mehrere Airlines, darunter KLM, beanstandeten an werksneuen Dreamliners Mängel.
© aero.de, Bloomberg News | 28.01.2020 08:34

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Beitrag vom 29.01.2020 - 22:56 Uhr
A322 hat das Problem, dass sie zu klein ist.
Das Teil wäre ein ziemlicher langer A320 und für Boeing ein Graus.

Ein A330-200 und 777-200 lässt sich gut profitabel einsetzen. Selbst mit A340 ist das möglich, wie man sieht sonst würde manche Airline da keine neuen Kabinen rein bauen.

Der A330-800 hat das Problem, dass der A330-900 jetzt soweit fliegt wie früher der A330-200. Der A330-800 bietet jetzt meist zu viel Reichweite.

Kann die Konkurrenz eine 777-300 füllen und man fliegt nur 777-200 dann ist das schlecht. Kann man aber seine 777-200 gut füllen und die Konkurrenz fliegt mit einer nicht gut gefüllten 777-300, dann ist das schlecht.
Beitrag vom 29.01.2020 - 16:07 Uhr
@David Webb,
für lau bekommt man kaum Flieger, die profitabel fliegen sollen!
Wer alles kann z. B. eine B772 oder einen A332 profitabel einsetzen?

A322 hat das Problem, dass sie zu klein ist.
Die 777-200 genau so.

Zudem frage ich mich, wo das Problem liegt?
Es wurden vermutlich noch nie so viele Flugzeuge gebaut wie jetzt. Irgendwann ist auch mal ein Sättigungsgrad (speziell bei Großraumflugzeuge) erreicht.
Beitrag vom 29.01.2020 - 11:34 Uhr
@David Webb,
für lau bekommt man kaum Flieger, die profitabel fliegen sollen!
Wer alles kann z. B. eine B772 oder einen A332 profitabel einsetzen?

Airbus und Boeing dürften sehr genau wissen, welche Flieger eingesetzt werden und ab wann sie auch ersetzt werden sollten.
Das Herunterfahren der Produktion bedeutet auch, dass der Umsatz und der Gewinn sich veringern werden. Der neue Boeing Boss kann das jetzt als überfällige strategische Entscheidung verkaufen.
Enders hat seinen Abgang mit der Entscheidung, den A380 nicht mehr zu verkaufen, gekrönt.


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