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KLM setzt sich im Richtungsstreit mit Air France durch

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KLM Boeing 777-300ER, © KLM

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PARIS - Air France und KLM stehen laut einem Medienbericht vor einer Lösung im konzerninternen Richtungsstreit. KLM-Chef Pieter Elbers hat am Freitag neuen Führungsstrukturen im Konzern zugestimmt, meldet "La Tribune". Demnach soll er zum Stellvertreter des Gesamtkonzernchefs Ben Smith ernannt werden.

Streikwellen bei Air France stellten die Beziehung zu KLM auf eine harte Probe: in den Niederlanden wurde mehr oder minder offen darüber diskutiert, ob KLM ohne den franzöischen Partner nicht besser dran wäre. Der neue Konzernchef Ben Smith will Air France und KLM hingegen deutlich enger verzahnen.

Aus dem konzerninternen Machtkampf geht KLM-Chef Elbers gestärkt hervor: laut "La Tribune" sollen Elbers und Air-France-CEO Anne Rigail zu Stellvertretern von Smith im Konzernvorstand aufrücken. Einem entsprechenden Vorschlag von Smith habe Elbers am Freitag zugestimmt, meldet die Zeitung ohne Angabe von Quellen.

Air France und KLM fusionierten zwar bereits 2004 zu Air France-KLM, agieren im Markt aber weiterhin relativ unabhängig voneinander.

Mit Elbers hat Smith einen starken konzerninternen Gegenpol - der Manager pocht auf die Eigenständigkeit von KLM und genießt breiten Rückhalt im Unternehmen: Gerüchte, nach denen Elbers Vertragsverlängerung auf der Kippe stand, konterten die Mitarbeiter mit einer offenen Streikdrohung.

"Die Möglichkeit eines nicht vermittelbaren, unfreiwilligen Rückzugs unseres CEOs (Pieter Elbers, Red.) bringt unsere Mitarbeiter in Rage", schrieb eine Gruppe von Managern am 8. Februar dem Air France-KLM-Vorstand. "Dieser Schritt würde sicher zu Unruhe und möglicherweise zu Streiks führen."

Die Schere zwischen Air France ging 2018 weiter auseinander:
Air France trat wegen Streiks auf der Stelle, KLM und Transavia steigerten ihre Passagierzahlen hingegen deutlich um 4,5 Prozent und 7,1 Prozent. Über das Jahr hielt KLM den Konzern in der Gewinnzone, während Air France allein 335 Millionen Euro Streikkosten verdauen musste.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: KLM | 18.02.2019 10:13


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