Corona-Krise
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Lufthansa spannt Langstreckenflugzeuge für Frachtflüge ein

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Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Einschränkungen im internationalen Seeverkehr: Covid-19 sorgt für einen unerwarteten Nachfrageschub und Preissprünge in der Luftfracht. Nach aero.de-Informationen prüft Lufthansa, nicht ausgelastete Langstreckenflugzeuge statt für Passagier- punktuell für reine Frachtflüge einzusetzen.

Lufthansa will Langstreckenflugzeuge wie die A350 in den kommenden Wochen "zur punktuellen Verstärkung" in den Luftfrachttransport einspannen, erfuhr aero.de aus Unternehmenskreisen. Lufthansa hat dies zunächst nicht bestätigt.

Die Corona-Krise beeinträchtigt zunehmend den internationalen Warenverkehr auf See, zur Stabilisierung ihrer Lieferketten weichen Unternehmen auf Luftfracht aus.

"Im Moment betreffen die Verzögerungen (...) in erster Linie Fahrten von und nach China", erklärt der Logistiker Streck-Transport die Engpässe auf den Weltmeeren. "Da diese aber in globale Netzwerke eingebunden sind, kommt es inzwischen auch zu Auswirkungen auf andere Häfen in Asien und Europa."

Zeitgleich bricht dem Logistiksystem Beiladekapazität von Passagierflügen weg, weil Airlines in der Corona-Krise ihre Netze ausdünnen.

Wegen der knappen Kapazität ziehen die Preise für Luftfracht kräftig an. "Manche Dinge müssen eben transportiert werden", sagte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber der "Gießener Allgemeine". Recaro-Chef Mark Hiller berichtete aero.de in dieser Woche von Preissprüngen "um das drei- bis vierfache" in der Luftfracht.

Lufthansa kann ihre Interkontflotte wegen der angespannten Weltlage und strikten Einreiseverboten derzeit nicht auslasten. Der Konzern hat Dutzende Flugzeuge einstweilen geparkt und lotet bei Regierungen die Möglichkeit von Staatshilfen aus.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 14.03.2020 11:13

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Beitrag vom 15.03.2020 - 09:34 Uhr
Das Einspannen dient nicht nur der Nachfragebefriedigung sondern bietet auch einen Weg dass die Piloten current bleiben. Hatte mir das sowieso schon so gedacht.

Gehen Sie mal davon aus, dass kein Tropfen Treibstoff wegen einer Pilotenlizenz verschwendet wird.
Beitrag vom 15.03.2020 - 08:32 Uhr
man braucht 3 Landungen in 90 Tagen, wobei selbige auch in einem entsprechend zertifizierten Simulator absolviert werden dürfen. 3 Landungen im Sim dauern vielleicht 20Minuten. Die Antwort ist also ganz klar: ja, es gibt genügend Sims bei der LH um diese Aufgabe zu bewältigen.
Beitrag vom 15.03.2020 - 00:20 Uhr
Das Einspannen dient nicht nur der Nachfragebefriedigung sondern bietet auch einen Weg dass die Piloten current bleiben. Hatte mir das sowieso schon so gedacht.

Das ist maximal ein Nebeneffekt. Current kann man sich auch noch relativ lange nur durch Simulator halten.
Gibt es denn genügend Sim welche die aktuelle Nachfrage bedienen können?


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