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Easyjet ruft Regierungen zu Hilfe für Airlines auf

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Easyjet Airbus A320neo, © Airbus

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LUTON - Der britische Billigflieger Easyjet ruft Europas Regierungen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf, die Branche mit Finanzhilfen zu unterstützen.

"Europas Luftfahrtbranche steht vor einer unsicheren Zukunft", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren am Montag. Es brauche eine koordinierte Unterstützung durch die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebe und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen könne.

Das Management schließt nicht aus, dass Easyjet wie andere Airlines den Großteil der Flotte wegen der geltenden Reisebeschränkungen und der Buchungseinbrüche in Kürze am Boden lassen muss. Das Unternehmen habe sein Flugangebot bereits deutlich gekürzt, setze den Betrieb vorläufig aber soweit möglich fort, um bereits verreiste Kunden zurück in die Heimat zu holen.

Eine Finanzprognose für das Geschäftsjahr bis Ende September ist aus Sicht der Easyjet-Führung derzeit unmöglich. Das Unternehmen verfüge aber über eine starke Bilanz mit Finanzmitteln von 1,6 Milliarden britischen Pfund (1,8 Mrd Euro) und eine Kreditlinie von 500 Millionen US-Dollar (450 Mio Euro).

Hinzu kämen Flugzeuge im Wert von mehr als 4 Milliarden Pfund, die unbelastet von Schulden seien, sowie wertvolle Start- und Landerechte. Bis zum Jahr 2022 müsse Easyjet keine Kredite refinanzieren und spreche derzeit mit Geldgebern.
© dpa-AFX, aero.de | 16.03.2020 09:06

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Beitrag vom 17.03.2020 - 15:25 Uhr
Ist LH irgendwie deine heilige Kuh? Das ist ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen wie jedes andere auch. Man kann ja mal recherchieren, ob es eine Ausfallversicherung gibt, die im Katastrophenfall einspringt. Was die wohl abdeckt? Flugzeuge und Menschen?
Haben Sie die denn jetzt recherchiert oder nicht? Wenn es die gibt braucht niemand nach staatlicher Hilfe nachzufragen.
Leider kann ich Ihnen nicht mehr folgen.

@gordon

Nach meinem ersten Post hast du die staatlich subventionierten Konkurrenten der LH ins Feld geführt. Nun zeige ich Dir, dass dies genauso auf LH, Airbus etc. zurtifft und du kanst mir nicht mehr folgen? Verstehe ich wiederum nicht.
Das ist in der Tat nicht ganz klar formuliert. Es ging jetzt eine Weile hin und her und ich verliere den Überblick. Daher folgende Fragen...
Wo wurde, in vor Corona Zeiten der letzten 5-6 Jahre, LH von Staat subventioniert?
Sehen Sie die jetztige Situation und mögliche staatliche Unterstützung als Subvention an oder als einmalige, begrenzte Hilfe in Krisenzeiten?
Ich glaube wenn dies nicht geklärt ist könnte das ewig so weitergehen...

Danke für eine Rückmeldung


Dieser Beitrag wurde am 17.03.2020 15:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.03.2020 - 13:48 Uhr
@gordon

Nach meinem ersten Post hast du die staatlich subventionierten Konkurrenten der LH ins Feld geführt. Nun zeige ich Dir, dass dies genauso auf LH, Airbus etc. zurtifft und du kanst mir nicht mehr folgen? Verstehe ich wiederum nicht.

Ich argumentierte, dass es durch geringe Margen, bedingt u.a. durch staatliche Unterstützung von Konkurrenten, schwer fällt, Rücklagen zu bilden.

Dieses Argument wird doch durch ...

Lufthansa selbst stützt/übernimmt ausländische Airlines und peppelt sie auf. Wo ist der Unterschied?

... nicht entkräftet.

Daher verstehe ich nicht, dass Sie nicht verstehen, dass ich nicht verstehe was Sie meinen.

Beitrag vom 17.03.2020 - 09:49 Uhr

1. Lufthansa selbst stützt/übernimmt ausländische Airlines und peppelt sie auf. Wo ist der Unterschied?

Wieso Unterschied? Verstehe ich nicht. Es ging doch um die Möglichkeiten der Bildung von Rücklagen. Und die sind gegen staatlich subventionierte Firmen schwieriger.

2. Subventionen für Airbus brocken uns demnächst Strafzölle ein.

Und das bedeutet?

3. Lufthansa ist aus einer Staats-Airline hervorgegangen und erst seit 1997 wirklich unabhängig.

Siehe Punkt 1. Ich sehe keinen Zusammenhang.

4. Wie oft wurde Lufthansa von seinen Arbeitnehmern bestreikt? Gilt das heute als Zeichen einer agilen Belegschaft oder wollten die einfach mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen?

Letzteres!
Und wieder verstehe ich den Zusammenhang innerhalb der Diskussion nicht.

Ist LH irgendwie deine heilige Kuh? Das ist ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen wie jedes andere auch. Man kann ja mal recherchieren, ob es eine Ausfallversicherung gibt, die im Katastrophenfall einspringt. Was die wohl abdeckt? Flugzeuge und Menschen?

Leider kann ich Ihnen nicht mehr folgen.

@gordon

Nach meinem ersten Post hast du die staatlich subventionierten Konkurrenten der LH ins Feld geführt. Nun zeige ich Dir, dass dies genauso auf LH, Airbus etc. zurtifft und du kanst mir nicht mehr folgen? Verstehe ich wiederum nicht.

@X-Ray

Bitte meinen Post im Zusammenhang der Argmente von gordon betrachten, dann versteht sich das mit der heiligen Kuh von selbst bzw. erscheint in einem anderen Licht.

@JoachimE

Das Thema scheint mir für so eine pauschale Aussage zu komplex, aber ich bin auch kein Versicherungsfachmann. Allerdings muss ich mich aktuell mit verschiedenen Aspekten davon auseinandersetzen, weil es mein kleines Unternehmen auch hart trifft bzw. treffen könnte.
Die Frage ist ja, welche Kosten, die nun nicht mehr durch Einnahmen gedeckt werden, sind in welcher Form versichert bzw. können wo erstattet werden?

Personalkosten: Krankenkasse ggf. Kurzarbeit,unbezahlter Urlaub, Kündigung
Kredite: Ausfallversicherung? Force-Majeure-Klausel?
Lieferantenverträge: Force-Majeure-Klausel?
Mieten?
Leasingverträge?

Das Thema wird sicherlich noch viele Anwälte und Gerichte beschäftigen, denn ob eine "Pandemie", die zum Ausrufen des "Katastrophenfalls" führt nicht doch von einer entsprechenden Versicherung abgedeckt werden muss, wird sicherlich von vielen Einzelfaktoren abhängen.

Generell hast du aber sicher Recht, man versichert heute ja eher sein Gewissen, da man man im Schadensfall meistens von irgendeiner kleingedrukten Klausel erfährt, die leider dem Einspringen der Versicherung im Weg steht.

Gruß, 25.1309


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