Corona-Krise
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IATA fordert Finanzhilfen für Airlines

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Alexandre de Juniac, © IATA

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GENF - Der Weltluftfahrtverband IATA hat den US-Einreisestopp für Europäer aus der Schengenregion kritisiert.

"Reisen in so großem Umfang zu unterbinden, wird negative Konsequenzen für die Wirtschaft haben", sagte Generalsekretär Alexandre de Juniac am Donnerstag nach Mitteilung der IATA an ihrem Sitz in Genf. Im Fall der Märkte USA und EU sei die Dimension enorm.

Im vergangenen Jahr habe es täglich etwa 550 Flüge mit rund 125 000 Passagieren zwischen Schengenländern und den USA gegeben. Zu den Schengenländern, die die Grenzkontrollen untereinander weitgehend abgeschafft haben, gehören die meisten EU-Länder sowie die Schweiz, Norwegen und kleinere europäische Staaten.

Der Verband hatte den Umsatzverlust der Fluggesellschaften wegen des Coronavirusausbruchs für dieses Jahr im Passagiergeschäft auf bis zu 113 Milliarden Dollar (bis 101 Mrd Euro) geschätzt. Das entspräche den Verlusten während der Finanzkrise 2008/2009. Die Schätzung stammte aber vom 5. März.

"Das Szenario hat nicht die drastischen Maßnahmen berücksichtigt, die die US-Regierung und andere, darunter Israel, Kuwait und Spanien, seitdem verhängt haben", so die IATA. Eine neue Verlustprognose legte der Verband nicht vor.

Er rief Regierungen auf, Fluggesellschaften, die wegen der Reisebeschränkungen und des Passagiereinbruchs in Nöte geraten, finanziell zu unterstützen. "Fluggesellschaften, die zusammen rund 2,7 Millionen Menschen beschäftigen, sind unter extremen finanziellen und operativen Druck", sagte de Juniac.
© dpa-AFX, aero.de | 12.03.2020 18:20


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