Corona-Krise
Älter als 7 Tage

"Wir haben eine kleinere Lufthansa-Gruppe vor uns"

Foto
Carsten Spohr, © Lufthansa

Verwandte Themen

FRANKFURT - Die Lufthansa wird nach Einschätzung von Vorstandschef Carsten Spohr in verkleinerter Form aus der Coronakrise hervorgehen. Er gelange zunehmend zu der Erkenntnis, "dass die Welt in dieser Branche nach Corona eine andere sein wird", sagte der Manager am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

Dies gelte auch für seinen Konzern. "Wir haben eine kleinere Lufthansa-Gruppe vor uns", sagte Spohr.

Finanzchef Ulrik Svensson zeigte sich zwar überzeugt, dass "die Lufthansa auch nach Corona noch fliegen und als Gewinner aus der Krise hervorgehen wird". Spohr zufolge wird der Konzern danach aber "nicht in den Normalzustand zurückfinden". Die Folgen der Pandemie veränderten die gesamte Branche.

Die Weltwirtschaft schrumpfe, und die Luftfahrt sei von solchen Entwicklungen normalerweise doppelt so stark betroffen. Er mache sich "große Gedanken" um die künftige Rolle der europäischen Fluggesellschaften in der Welt.

Nachdem der Flugverkehr in Europa und darüber hinaus gerade weitgehend zum Erliegen kommt, wagte er keine Prognose, wann es wieder aufwärts gehen könnte. "Ich würde mich erst mal freuen, wenn wir im Sommer wüssten, wieder fliegen zu dürfen." Sicher sei, dass dieser Sommer kein normaler Sommer werde.

Selbst wenn die Maschinen über Nacht plötzlich wieder starten dürften, wären sie nicht voll mit Passagieren. Normalerweise fliegen Fluggesellschaften in den wärmsten Monaten des Jahres den Großteil ihrer Gewinne ein
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 19.03.2020 12:11

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 20.03.2020 - 09:58 Uhr

Quatsch. Sie glauben die Condor geht hops und dann steht sofort jemand da, nimmt die $$$ in die Hand und übernimmt die Massen an Fliegern (LOL LOL LOL)?
Wieso sollte ich das glauben? Es gibt bei LOT offenbar keine Abkehr von Condor. Nach der Krise dürfte LOT die Expansion massiv fortsetzen. Man hat große Pläne und viele Flieger stehen bei den Herstellern wahrscheinlich sogar zur sofortigen Lieferung bereit. Preisgünstiger als vorher...
Beitrag vom 20.03.2020 - 05:30 Uhr
Da kann die LH nur von Profitieren, wenn Airlines wie Condor, Alitalia oder Norwegiean aus dem Markt fallen.
Das ist die übliche Milchmädchenrechnung. Am Ende der Krise werden Massen von Fliegern
zu haben sein. Und dann kommt der nächste Schwung an LCC. Die LH kann dann kostenseitig noch weniger mithalten...

Quatsch. Sie glauben die Condor geht hops und dann steht sofort jemand da, nimmt die $$$ in die Hand und übernimmt die Massen an Fliegern (LOL LOL LOL)?
Ohne Corona würden massiv Flieger fehlen, weil die MAX nicht fliegt, das sind aktuell 1000 Flugzeuge. Wet Lease FLieger waren kaum zu bekommen.
Und die Condor Flieger gehen sollte die Condor nicht mehr in die Luft kommen zuminderst teilweise vom Markt, uralte gebrauchte B767 sind massenhaft zu haben.
Man kriegt ja auch jederzeit gebrauchte A330, A340 und B772
 https://www.airfleets.net/ageflotte/Condor.htm
Deren Flieger sind teilweise 29 Jahre alt, im Schnitt ist die B767 Flotte irgendwie bei 26 Jahren. Geht die Condor unter, verschwinden die meisten dieser Flieger aus dem Passagierdienst.

Sollte Norwegiean pleite gehen, wird sich Ryanair deren B737 sichern, davon gehe ich fest aus. Die B787 könnten sehr interesannt sein, für z.b. eine LH um z.b. diese ominöse Langstrecke unterhalb der Mainline mal auf eine vernüftige Basis zu stellen.
Alleine die Ops mit der Kostenbasis dürfte eine große Verlockung für LH oder IAG darstellen.

Trotzdem geht auch da Kappazität raus.
Beitrag vom 19.03.2020 - 23:04 Uhr
Jetzt geht es nur um die Liquidität und sonst gar nichts. Da nur das Rechnungswesen und die Geschäftsleitung selbiges aktuell kennt und die Liquidität sich täglich ändert, ist es von außen kaum vorhersagbar. Aber ich glaube Spohr. Denn was er an Zahlen in den letzten Tagen offengelegt hat, insbesondere ca. 2/3 der Flotte offensichtlich schuldenfrei im Eigentum befinden, sehe ich die Überlebenschancen von LH sehr gut. Die Frage bleibt da eher, wie ist es mit dem Personal? Vollbeschäftigung wie vorher für alle wird lange dauern. Ob man bis dahin alle Mitarbeiter halten kann hängt vor allem von den Mitarbeitern selbst ab. Wieso sollte zB ein Pilot (auch zum Erhalt seiner Lizenz die ihm dann garantiert wird) nicht auf 50% seines Gehaltes bis auf weiteres verzichten? Sicher gibt es noch viele andere Ideen und ich denke der Vorstand von LH läßt sich da noch viel einfallen und keine heiße Luft blasen wie gegenwärtig die Politiker in der Krise.


Dieser Beitrag wurde am 19.03.2020 23:05 Uhr bearbeitet.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 04/2014

Video-Blog

Shop

CCBot/2.0 (https://commoncrawl.org/faq/)