Finnair-Chef sieht schwarz
Älter als 7 Tage

"Die größte Krise in der Geschichte der Luftfahrt"

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Finnair Airbus A350-900, © Airbus

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HELSINKI - Finnair stellt ihren Flugbetrieb weitgehend ein. Nur noch zehn Prozent der geplanten Kapazität, verteilt auf rund 20 Strecken, will die Airline ab 01. April fliegen. Das Management erwartet für 2020 "einen substanziellen Betriebsverlust" - Finnair-Chef Topi Manner findet drastische Worte.

Covid-19 trifft Finnair hart. Die Airline zieht ihre erst am 07. Februar abgegebenen Prognosen vollständig zurück.

Ein für 2020 geplanter Kapazitätsausbau um vier Prozent ist obsolet, stattdessen wird Finnair allein zwischen 16. und 31. März "1.500 bis 2.000 Flüge" streichen und ab 01. April nur noch ein Notlaufprogramm stemmen - 90 Prozent der Flüge fallen bis auf Weiteres aus, als einziges Fernziel bleibt Tokio im Flugplan stehen.

"Es ist jetzt klar, dass das Coronavirus mit Abstand die größte Krise in der Geschichte der Luftfahrt ist", sagte Finnair-Chef Topi Manner am Montag in Helsinki. "Die erhebliche Eintrübung unserer finanziellen Aussichten ist vollständig auf das Coronavirus zurückzuführen."

Finnair hat die letzten Jahre mit mit spritsparenden Airbus A350-900 und neuen Asienstrecken einen ebenso rasanten wie profitablen Wachstumskurs gefahren. Für 2019 konnte Manner den Aktionären erst Anfang Februar ein weiteres Verkehrsplus von 11,3 Prozent und 160 Millionen Euro operativen Gewinn vermelden.

Obwohl Finnair die Kosten jetzt im Eiltempo um 40 bis 50 Millionen Euro senken will, sieht das Management für 2020 schwarz: Finnair wird "mindestens bis Ende Juni" Flüge streichen und stellt sich auf "einen substanziellen Betriebsverlust" ein. Mit Krediten und einem Sale-and-Lease-back von Flugzeugen will sich die Airline ein Finanzpolster schaffen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 16.03.2020 11:00


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