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Lufthansa erwägt Börsengang der Wartungssparte

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Lufthansa Technik, © Lufthansa

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NEW YORK - Die Lufthansa denkt Insidern zufolge nach dem Verkauf ihrer Catering-Sparte über einen Börsengang ihres Wartungsgeschäfts nach. Eine Abspaltung der Sparte Lufthansa Technik solle den Börsenwert des Konzerns nach oben treiben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch.

Die Prüfung sei noch in einem frühen Stadium, und es gebe noch keine Entscheidung. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Angelegenheit nicht kommentieren.Die Lufthansa-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Im nachbörslichen Handel bei Tradegate gewann sie rund zwei Prozent.

Den Quellen zufolge steht bei den Überlegungen die Variante im Fokus, dass der Konzern Teile von Lufthansa Technik an die Börse bringt (IPO). Allerdings sei auch die Alternative durchgespielt worden, dass Lufthansa-Aktionären in einem sogenannten Spin-off Aktien der Tochter zugeteilt würden, die dann an der Börse separat gehandelt werden könnten. In beiden Fällen wolle der Lufthansa-Konzern die Mehrheit an dem Wartungsgeschäft behalten.

Laut Bloomberg-Intelligence-Analyst George Ferguson hat die Sparte einen Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur 6,9 Milliarden Euro bewertet. Die Konzernführung arbeitet derzeit an einem Umbau ihrer Konzernstruktur, bei der die einzelnen Geschäftsfelder als einzelne Teile unterhalb einer sogenannten Holdinggesellschaft aufgehängt sein sollen.

Lufthansa Technik beschäftigte Ende September 2019 weltweit rund 26.000 Menschen. Im Gesamtjahr 2018 kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 5,9 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 425 Millionen Euro.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa Technik | 22.01.2020 20:04

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Beitrag vom 25.01.2020 - 19:37 Uhr
Dies könnte unter anderem dadurch verhindert werden, daß die Mitarbeiter die Aktien kaufen, sofern es möglich ist. Denn vielfach werden die Aktien den eigenen Mitarbeitern auch zu vergünstigten Preisen angeboten. Aber lieber schimpft man ja über die Heuschrecken ...
Beitrag vom 25.01.2020 - 17:45 Uhr
Das der Wert der gesamten Vermögenswerte (Geldbestände, Beteiligungen, Patente, Tochterunternehmen, Betriebsteile, Immobilienbesitz usw.) höher ist als der Börsenkurs bzw. der allgemein eingeschätzte Firmenwert ist ja ein mögliches Motiv für Heuschrecken eizusteigen. Dazu muß man aber die Mehrheit haben um so etwas rigoros auszuschlachten. Oder zumindest die nächsten Jahre den Gewinn durch solche Teilmaßnahmen optisch hochzupuschen um beim Widerverkauf dann einen deutlichen Aufpreis zu erzielen.

Die könnte (theoretisch betrachtet) bei LH alle Tochtergesellschaften verscherbeln,die Flugzeuge und Ersatzteile verkaufen, die Slots versilbern sowie alle Immobilien bzw Grundstücke verwerten. Unterm Strich würde ein mehrfaches des Börsenkurses und damit des Übernahmepreises herausspringen.

Nicht alle Heuschrecken d3nken und handeln so aber einige schon. Nicht so sehr bei sehr großen Unternehmen wo so etwas rogoroses Widerstand erzeugt aber bei kleineren und mittleren Firmen kann das prinzipiell so laufen.
Beitrag vom 25.01.2020 - 15:48 Uhr
"Hat die Sparte einen Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur 6,9 Milliarden Euro bewertet". Heisst also die Technik kostet mehr wie DLH gesamt ? Macht nicht so viel Sinn - BWLer ....

Das nennt sich  https://de.wikipedia.org/wiki/Kurs-Buchwert-Verh%C3%A4ltnis

Der Buchwert je Aktie war bei der LH in den letzten Jahren praktisch immer größer als der Börsenkurs.

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2020 15:48 Uhr bearbeitet.


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