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Eurowings lässt 2021 jede dritte Maschine am Boden

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Geparkte Eurowings-Flugzeuge, © Eurowings

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DÜSSELDORF - Die Lufthansa-Tochter Eurowings rechnet mit einer längeren Flaute. Es könne bis 2023 dauern, ehe die Luftfahrtbranche wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen werde, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof am Montagabend bei einer Online-Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf.

Eurowings werde voraussichtlich statt der 139 Maschinen im kommenden Jahr "nur gut 90 Flugzeuge in der Luft haben".

Das Unternehmen wolle 30 Prozent der Kosten sparen, sagte Bischof. In der Verwaltung sollten mindestens 300 der rund 1.000 Stellen gestrichen werden. Insgesamt habe Eurowings etwa 4.000 Mitarbeiter. Zu möglichen Stellenstreichungen in anderen Bereichen äußerte sich Bischof nicht.

Im Flugbetrieb komme es auf Vereinbarungen mit den Sozialpartnern an, "gerade, was auch die mögliche Aufteilung der Kolleginnen und Kollegen der Germanwings auf die Lufthansa und die Eurowings betrifft".

"Preisaggressive Angebote"

Bischof schließt nicht aus, dass es nach der Corona-Krise zu einem Preiskampf bei den Flugtickets kommt. Es sei "durchaus damit zu rechnen, dass es sehr preisaggressive Angebote gibt".

Eurowings sei aber in der Lage, darauf zu reagieren, bis durch eine Konsolidierung des Marktes "eine bessere Balance zwischen Angebot und Nachfrage entstanden ist". Wünschenswert sei ein solcher Preiskampf aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen aber nicht.

Der Eurowings-Chef versicherte, man werde allen Kunden, die Gutscheine oder Umbuchungen ablehnten, das Geld für nicht erfolgte Flüge erstatten. Für Eurowings gehe es um einen dreistelligen Millionenbetrag, wenn alle Kunden Geld zurückforderten. "Aber wenn der Kunde es wünscht, sind wir selbstverständlich zur Erstattung bereit", betonte Bischof.

Aufgrund der Vielzahl der Ansprüche und der Kurzarbeit sei der Berg der abzuarbeitenden Rückforderungen enorm. "Aber wir kommen diesem nach, wo immer möglich." Deshalb rechne er nicht mit einer Klagewelle gegen Eurowings
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Eurowings | 26.05.2020 11:56

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Beitrag vom 28.05.2020 - 15:49 Uhr
Man darf mal gespannt sein ob für die älteren GW Kollegen nicht die jüngeren LH Angestellten gehen werden. In Summe vielleicht ein paar mehr, ein bisschen Zahlenkosmetik inklusive.

Wozu gibt es sonst einen Sozialplan?
Der Sozialplan regelt wie das was da ist verteilt wird. Was da ist regelt der der es hat. Wenn kein Jobs irgendwo oder Geld da ist, dann gibt es auch nichts zu verteilen.
Beitrag vom 28.05.2020 - 15:18 Uhr
Man darf mal gespannt sein ob für die älteren GW Kollegen nicht die jüngeren LH Angestellten gehen werden. In Summe vielleicht ein paar mehr, ein bisschen Zahlenkosmetik inklusive.

Wozu gibt es sonst einen Sozialplan?
Gibt es denn einen?
Beitrag vom 28.05.2020 - 15:18 Uhr
Man muss als LH Vorstand auch nicht jeden Schuh anziehen den die Piloten vor die Tür stellen. Die Aufstockung oberhalb der BBG war von Anfang an eine fragwürdige Geschichte.

Waren das nur die Piloten? Kann es nicht auch sein, dass die Verhandlungsführer sich auch aus Eigenutz dicht an die 90% der Verdi und Ufo gehängt haben denn die verdienen sicher auch mehr als bis zur BBG.
Die Verhandlungsführer, da bin ich mal gespannt ob die überhaupt KUG bekommen.
Die Einbussen beim Management sind durch die Untersagung von Tantiemen oder Erfolgsbeteiliung (Forderung der Regierung) noch erheblich höher als auf 70 oder 80%.
Forderung der Regierung. Sonst noch Fragen?


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