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Easyjet: Keine Staatshilfe für ineffiziente Airlines

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Easyjet Airbus A320, © Airbus

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HAMBURG - Der Chef des britischen Billigfliegers Easyjet, Johan Lundgren, hat Staatshilfen für angeschlagene Fluggesellschaften kritisiert.

"Es kann nicht sein, dass Milliarden und Abermilliarden über einige der ineffizientesten, klimaschädlichsten, schlechtesten Airlines Europas ausgeschüttet werden. Wir rufen die EU auf, das zu verhindern", sagte Lundgren dem Magazin "Spiegel".

Staatliche Unterstützung müsse allen Airlines offenstehen, alles andere sei "eine Wettbewerbsverzerrung zulasten von Passagieren und Steuerzahlern".

Lundgren erwartet steigende Ticketpreise. Fluggesellschaften müssten künftig mehr für Sicherheitsmaßnahmen ausgeben und Schulden tilgen. "Auf Dauer werden viele deshalb ihre Bilanzen verbessern, statt Marktanteile zu erobern."

Sein Unternehmen sieht Lundgren dabei im Vorteil: "Unser Geschäftsmodell ist nicht so kompliziert, weil wir nur Direktflüge anbieten." Und die junge Generation werde auch weiterhin viel fliegen.
© dpa-AFX, aero.de | 12.06.2020 21:22

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Beitrag vom 14.06.2020 - 11:49 Uhr
Wie man jetzt von anderen Airlines hört, auch den Legacies, sind die Beschäftigten zu massiven, wenn auch vorübergehenden, Zugeständnissen bereit, welches in einer besseren Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere gegenüber den LCC mündet.

Es ist deshalb für meine Begriffe lange nicht ausgemacht, wer besser aus der Krise kommt, LCC oder Legacies. Genau betrachtet sind die Legacies jetzt gerade im Vorteil da sie mehrere Optionen haben Strecken mit passendem Fluggerät zu bedienen. Dies begünstigt gerade zu einen Flottenmix mit tendenziell weniger goßen und stattdessen mehr kleineren Röhren.


Vielen Dank Avokus für diesen Beitrag, den ich in vielen Punkten sehr gut finde.

Offenbar ist es derzeit so, dass in der sog. "Re-Start"- oder "Ramp-Up"-Phase die Hub-Carrier (zutreffenderer Ausdruck, als Legacy-Carrier) einen Vorteil haben, da sie mit ihren Umsteigemöglichkeiten schnell viel mehr Verbindungen anbieten können, als die LCC, die grundsätzlich ohne Umsteiger nur auf Direktverbindungen setzen. Die kann man derzeit nicht ohne Umsteiger füllen.

Der immense Kostenvorteil durch simple Geschäftsmodelle wird allerdings bald wieder "durchschlagen" und den LCCs einen Kostenvorteil ggü. den Hub-Carriern bieten. Und dann dreht sich das Blatt erneut. Wir wissen ja, was unsere lieben Kunden generell als meist einziges Entscheidungskriterium heranziehen: den PREIS!

Wie NEXUS schon sagte: ohne Business-Geschäft stehen die Netzwerk-Airlines schnell ziemlich schlecht da...
Beitrag vom 13.06.2020 - 16:04 Uhr
Es ist deshalb für meine Begriffe lange nicht ausgemacht, wer besser aus der Krise kommt, LCC oder Legacies. Genau betrachtet sind die Legacies jetzt gerade im Vorteil da sie mehrere Optionen haben Strecken mit passendem Fluggerät zu bedienen. Dies begünstigt gerade zu einen Flottenmix mit tendenziell weniger goßen und stattdessen mehr kleineren Röhren.
Der Begriff Legacy erscheint mir hier nicht geeignet. Es gibt war viele Deutungen für Legacy, aber unter dem Strich steht es für alteingesessen. Von den alten "Flagcarriern" haben Viele gar keine kleinen Flugzeuge mehr und fangen mit ihren Flotten bei A320/B737 Familie an.
Der früher so verteufelte Flottenmix könnte in der Tat jetzt helfen um die Märkte passend zu bedienen. Wer mit knapp 200 Plätzen im Angebot anfängt, der muss jetzt erst mal schauen wie diese voll bekommt. Daher wäre jetzt auch Air Baltic mit ihrer A220 Flotte oder SK und AY im Vorteil, BA, IB, EI aber eher nicht.
Beitrag vom 13.06.2020 - 15:36 Uhr
Es ist deshalb für meine Begriffe lange nicht ausgemacht, wer besser aus der Krise kommt, LCC oder Legacies. Genau betrachtet sind die Legacies jetzt gerade im Vorteil da sie mehrere Optionen haben Strecken mit passendem Fluggerät zu bedienen. Dies begünstigt gerade zu einen Flottenmix mit tendenziell weniger goßen und stattdessen mehr kleineren Röhren.

Es sind unterschiedliche Geschäftsmodelle, welcher europäische Netzwerker kann denn von der Mittelstrecke leben? Das könnte aufgrund des Standortvorteils noch bei LOT klappen, der Rest ist ohne ausreichende und gut zahlende Langstreckenkunden aufgeschmissen. Die kamen in der Vergangenheit aus dem Businessbereich, da ist die Perspektive ganz trübe.


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