Wiederbelebung
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Flughafen Wien verzichtet auf Landegebühren

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Austrian Airlines Boeing 777-200ER, © Austrian Airlines

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WIEN - Der Heimatflughafen der Austrian Airlines wird bis Jahresende alle Landegebühren aussetzen. Damit will die Flughafen Wien AG Fluglinien den Neustart nach dem Corona-Lockdown erleichtern und das Reisegeschäft auf breiter Basis wiederbeleben. Auch passagierbezogene Tarife sollen sinken.

Wie der Flughafen erklärte, bedeutet das für die Airlines eine Senkung der Flughafenkosten um 20 bis 30 Prozent. Auch Passagiere sollen davon profitieren.

"Wenn eine Fluglinie im kommenden Jahr zumindest 65 Prozent der Kapazität anbietet, die sie ursprünglich für 2020 geplant hat, dann erhält sie einen Nachlass zwischen zwei und vier Euro pro Passagier", sagte FWAG-Vorstand Julian Jäger der Tageszeitung "Die Presse".

Im Schnitt würden die passagierbezogenen Abgaben beim Abflug 14 Euro pro Kopf betragen, die Abfertigung eines A320 760 Euro. Die Maßnahmen lässt sich der Flughafen bis zu 35 Millionen Euro kosten.

Zwischen März und Mai kam der Verkehr am Flughafen Wien fast vollständig zum Erliegen. Mit einem Gesamtaufkommen von 20.202 Passagieren betrug der Rückgang allein im Mai 99,3 Prozent. Am 14. Juni nahm Homecarrier Austrian Airlines erstmals wieder reguläre Linienflüge auf. Bis Anfang Juli will Austrian ihr Angebot von derzeit fünf auf 20 Prozent ihrer Kapazität hochfahren, inklusive erster Langstreckenflüge nach New York, Chicago sowie nach Bangkok.

Bereits im Mai startete Wizz Air mit einem Minimalprogramm, darunter erste Flüge zu Touristikzielen. Während des Lockdowns wurde der Flughafen außer einigen Frachtfluglinien nur von Lufthansa (Frankfurt), Eurowings (Düsseldorf), KLM (Amsterdam) sowie Qatar Airways (Doha) angeflogen.

Inzwischen sind am Flughafen Wien auch wieder erste Langstreckenairlines wie Eva Air (Taipeh), Air China (Peking) und Emirates (Dubai) aktiv, sowie im Europaverkehr neben den Airlines der Lufthansa-Gruppe auch Air Baltic, Air Serbia, Turkish Airlines, Croatia, Tarom, Luxair, Ryanair und Wizz Air.
© aero.at | Abb.: Ingo Lang | 26.06.2020 07:12


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