3,4 Milliarden Euro
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KLM sichert sich staatlichen Kredit

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KLM Boeing 787-10, © KLM

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AMSTERDAM - Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich staatliche Kredite in Höhe von insgesamt 3,4 Milliarden Euro gesichert. 

Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM am Freitag mit. So könne KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten.

Damit kann der Luftfahrtkonzern Air France-KLM in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von über 10 Milliarden Euro rechnen, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden. Frankreich stützt die Schwestergesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro.

KLM hat sich im Gegenzug für die staatlichen Hilfen verpflichtet, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszusetzen, bis die Darlehen zurückgezahlt sind. Das Einspringen des Staates muss noch von der Europäischen Kommission und dem niederländischen Parlament abgesegnet werden. 

Wegen der Corona-Pandemie befinde sich die Fluggesellschaft in einer beispiellosen Krise, erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Das Finanzierungspaket sei notwendig, um die Erholung des Konzerns zu sichern.

Wie bereits bei der Lufthansa-Rettung am Vortag kritisierte Konkurrent Ryanair die Staatshilfe scharf. Jeder niederländische Bürger müsse nun 200 Euro für die gescheiterte und ineffiziente Air France/KLM zahlen und damit doppelt so viel wie die Franzosen, rechnete Vorstandschef Michael O'Leary vor. Er forderte die EU-Kommission auf, das Unterstützungspaket zu blockieren.

© dpa | 26.06.2020 08:50

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Beitrag vom 26.06.2020 - 15:14 Uhr
Frankreich und die Niederlande sind bereits vorher zu je(!) 14% an AF/KLM beteiligt. Diese Beteiligigung führt "natürlich" aus Sicht der EU zu keiner Wettbewerbsbeinträchtigung. Eins muss man den Franzosen neidlos zu gestehen - sie können EU. Sie entsenden Spitzenpersonal nach Brüssel, während wir leider nur allzu oft Politiker, die ihren Zenit überschritten haben, zur Ruhe geleiten. Wie zu vernehmen ist, sollen wohl einfußreiche französische Ministerialbeamten am LH-Rettungspaket fleißig mitgestaltet haben. Wundern würde es mich nicht.

Die europäische Kommision hat das Beihilferecht im Mai 2020 gelockert und es gilt vorerst bis Jahresende. Nachzulesen hier:  https://ec.europa.eu/competition/state_aid/what_is_new/sa_covid19_1st_amendment_temporary_framework_en.pdf
Sonst ist alles zu Beihilfen in Artikel 107 AEUV geregelt.
Da AF und KLM schon lange vor 2020 eine Staatsbeteiligung hatten, verstehe ich Ihre Einlässe zu diesem Thema nicht. Beispiel: Wenn sie wegen Diebstahls verurteilt werden, werden Sie nicht nochmal verurteilt, wenn jemand anders ein Jahr später die gleiche Straftat begeht.
Die Zugeständnisse einer Air France scheinen mir doch um einiges grösser zu sein, als die der Lufthansa.
Beitrag vom 26.06.2020 - 13:29 Uhr
J.T. Kirk

nicht jetzt im Ernst, oder?
:D

Frankreich und die Niederlande sind bereits vorher zu je(!) 14% an AF/KLM beteiligt. Diese Beteiligigung führt "natürlich" aus Sicht der EU zu keiner Wettbewerbsbeinträchtigung. Eins muss man den Franzosen neidlos zu gestehen - sie können EU. Sie entsenden Spitzenpersonal nach Brüssel, während wir leider nur allzu oft Politiker, die ihren Zenit überschritten haben, zur Ruhe geleiten. Wie zu vernehmen ist, sollen wohl einfußreiche französische Ministerialbeamten am LH-Rettungspaket fleißig mitgestaltet haben. Wundern würde es mich nicht.

Lieber Tiberius,
einfach nur generelles Politikerbashing und haltlose Gerüchte hier abzuladen nervt nur.
Mach das bitte weiter in der AfD Facebook Gruppe.


Dieser Beitrag wurde am 26.06.2020 13:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.06.2020 - 13:12 Uhr
Wie zu vernehmen ist, sollen wohl einfußreiche französische Ministerialbeamten am LH-Rettungspaket fleißig mitgestaltet haben. Wundern würde es mich nicht.
Was, haben die alle nur einen Fuß? Wo kann man Ihre Information denn vernehmen?


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