Covid-19-Krise
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Israel bürgt für El Al

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El Al Boeing 737-800, © Stansted Airport

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TEL AVIV - Israel greift seiner in der Corona-Krise schwer angeschlagenen Fluggesellschaft El Al unter die Arme.

El Al wolle einen Bankkredit von 400 Millionen US-Dollar (rund 370 Millionen Euro) aufnehmen, hieß es am Montag aus dem Finanzministerium. Das Ministerium werde die Garantie für rund 80 Prozent davon übernehmen. Dies sei jedoch an einige Bedingungen an El Al geknüpft.

Um sicherzustellen, dass El Al das Geld zurückzahlen kann, fordert das Finanzministerium einen finanziellen Gesundungsplan. Dafür müsse El Al auch die Zustimmung seiner Mitarbeiter einholen, damit es später keine Streiks gebe, hieß es aus dem Ministerium. Der Plan sehe sowohl Gehaltskürzungen als auch Entlassungen vor.

"Es wird damit gerechnet, dass es eineinhalb bis zwei Jahre dauern wird, bis die Luftfahrt wieder in der Situation wie 2019 ist", sagte ein Vertreter des Ministeriums. "In diesem Zeitraum macht es keinen Sinn, die gleiche Anzahl von Mitarbeitern zu haben." Auf einem sehr umkämpften Markt müsse man auch mit Preiseinbrüchen rechnen. "Das Unternehmen muss ohne Zweifel die Ausgaben den Einnahmen anpassen."

El Al hat angesichts der Corona-Reisebeschränkungen seine Flüge vorerst bis Ende des Monats eingestellt. Viele der insgesamt 6.000 Mitarbeiter sind bis Ende Juni in unbezahlter Freistellung. Schon im März hatte das Unternehmen strenge Sparmaßnahmen und die Entlassung von 1.000 Mitarbeitern angekündigt.
© dpa-AFX, aero.de | 11.05.2020 14:38


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