Nur noch A350 und A320neo
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Wird Aeroflot zur reinen Airbus-Airline?

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Aeroflot Airbus A320, © Ingo Lang

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MOSKAU - Russlands Flag Carrier Aeroflot will sich bis 2028 neu erfinden. Während Flugzeuge russischer Bauart an die Tochter Rossiya gehen sollen, plant Aeroflot selbst offenbar, in Zukunft nur noch auf neue Flugzeuge aus dem Hause Airbus zu setzen.

Mit einem Durchschnittsalter von etwas mehr als fünf Jahren besitzt Aeroflot schon jetzt eine der jüngsten Flugzeugflotten überhaupt. Aber die Flotte selbst ist wenig einheitlich: Boeing 737 und 777 teilen sich die Arbeit mit Suchoi Superjets, Airbus A320, A330 und A350.

In einem Strategiepapier ließen die Russen jüngst durchblicken, dass die 737 in den kommenden Jahren sämtlich an Billigtochter Pobeda und die Superjets an Rossiya übergehen sollen, während die Kernmarke Aeroflot bis 2028 zur Fünfsterne-Premium-Airline aufsteigen soll.

A320neo, A321neo und A350

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Verantwortlichen der größten Fluglinie Russlands offenbar gründlich ausmisten. Das zumindest schreibt das Portal Russian Aviation Insider und beruft sich dabei auf Aeroflot-nahe Insiderquellen.

Demnach würde die Flotte der Mutter-Airline im Jahr 2028 175 Flugzeuge umfassen und ausschließlich aus modernen Airbus-Zweistrahlern bestehen. Konkret sind dabei 81 Langstreckenjets der Typen A350-900 und A350-1000 sowie 75 A321neo und 19 A320neo für die Kurz- und Mittelstrecke im Gespräch.

Wohin mit den "alten" Flugzeugen?

Auf die dann bei Aeroflot nicht mehr benötigten "alten" Flugzeuge warten laut Russian Aviation Insider unterschiedliche Schicksale. Die im Schnitt knapp zehn Jahre alten A330 und die A320/A321ceo werden schrittweise ausgeflottet und durch A350, beziehungsweise durch neo-Pendants ersetzt.

Rossiya wird neben den Superjets und den bestellten Irkut MS-21 auch die 19 Boeing 777-300 übernehmen, die aktuell noch das Aeroflot-Farbkleid tragen.

Insgesamt bleibt es für den Gesamtkonzern bei dem Plan, bis 2028 eine Flotte von 590 Maschinen zu besitzen, mit denen jährlich bis zu 130 Millionen Passagiere fliegen sollen. Eine bedeutende Rolle wird dabei wohl das Transitgeschäft von Südostasien nach Europa und Amerika über den Moskauer Hub Scheremetjewo spielen.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Aeroflot | 31.07.2020 07:51


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