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Airbus-Chef kritisiert europäisches Krisenmanagement

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Guillaume Faury, © Andreas Spaeth

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PARIS - Alles "sehr national": Europa verliert sich nach Meinung von Airbus-Chef Guillaume Faury beim Wiederhochlauf der Luftfahrt in Kleinstaaterei. Der Manager geht dennoch davon aus, dass Airlines nach der Covid-19-Krise spätestens 2021 auch auf der Langstrecke wieder Tritt fassen.

"Diese Situation legt Europas Schwächen offen", sagte Faury auf einer Konferenz. "Wir bräuchten eine Stelle, in der Entscheidungen getroffen werden - aber die haben wir nicht." Flugverbote verhängten EU-Mitglieder "nicht untereinander abgestimmt und sehr national". 

Europas Luftfahrt erklimmt nur langsam Höhe - derzeit liege das Angebot auf der Kurzstrecke zwischen 10 und 30 Prozent der Normalwerte, sagte Faury. Im Interkontverkehr seien erst fünf Prozent der Kapazität wieder hergestellt. Airbus geht von einer deutlichen Erholung des Langstreckenverkehrs im Sommer 2021 aus - die Kurzstrecke werde sich schneller wieder beleben.

Auf dieser "Arbeitshypothese" habe Airbus Produktionsrücknahmen von 40 Prozent und den Abbau von 15.000 Jobs im Konzern beschlossen. "Wenn sie sich nicht bewahrheitet, müssen wir mit einer zweiten Welle schlechter Nachrichten aus der Luftfahrtindustrie rechnen", warnte Faury.
© aero.de | Abb.: Airbus | 06.07.2020 08:10


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