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Cathay Pacific will Piloten in neue Verträge zwingen

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Cathay Pacific Airbus A350-1000, © Airbus

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HONGKONG - Knapp 6.000 Jobs streicht das Cathay Pacific-Management im Zuge der Coronakrise - die meisten davon bei Billigtochter Cathay Dragon. Die übrigen Piloten sollen mit neuen Verträgen an Bord bleiben.

Die Maßnahme soll Teil eines Restrukturierungsplanes sein, in dessen Rahmen die Billigtochter den Betrieb komplett einstellt. Gewerkschaften kritisieren die Einschnitte heftig. Sie stören sich insbesondere an ihrer Dauerhaftigkeit.

"Die große Mehrzahl (der Gehaltskürzungen bei anderen Airlines, Red.) hat einen Endpunkt, entweder ein Ablaufdatum oder den Zeitpunkt, ab dem wieder Gewinne eingeflogen werden", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" Chris Beebe von der Pilotengewerkschaft HKAOA. Bei Cathay gebe es solch einen Zielpunkt nicht.

Die neuen Verträge erteilen dem Prinzip "last in, first out" ihm zufolge eine Absage und würden dem Management die Freiheit geben, Piloten nach den Flottenbedürfnissen und -Plänen der Airline zu entlassen. Zudem würde das Basisgehalt sinken, die Gesammtsumme würde abhängiger von tatsächlich geflogenen Stunden.

"Wenn das Unternehmen uns all das aufzwingt, wird sie zweifellos den guten Willen (der Belegschaft, Red.) untergraben", sagte Beebe. "Diese Arroganz und die Art und Weise, wie sie die Sache angegangen sind, wird einige Jahre im Gedächtnis bleiben."

© aero.de (boa) | 23.10.2020 09:56

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Beitrag vom 26.10.2020 - 11:56 Uhr
Und zum anderen herrscht in Asien nicht der gewerkschaftliche Einfluß wie in Europa. Dort kann man eher die Mitarbeiter "zwingen" oder entlassen.
"Zwingen" ist ein unpassender Begriff. Nennen wir es besser Vorschlag oder Angebot. 5000 Kilometer südöstlich von Frankfurt hat man meines Wissens keinen "gezwungen". Man hat auch keine langwierigen Verhandlungen zur KUG Aufstockung geführt. Worüber beklagen Sie sich eigentlich? Haben Sie die Lage noch nicht verstanden? Warten Sie noch drei bis vier Monate, dann wird es noch deutlicher. Wenn Mami das KUG zusammenstreicht, müssten es auch die letzten endgültig verstanden haben.
Daher denke ich nicht, dass man das ganze Verhalten asiatischer Airlines einfach auf Europa übertragen kann.
Das hat 3uhr25 bereits verständlich beschrieben. Man wird gar nicht anders können.
Beitrag vom 26.10.2020 - 08:48 Uhr
Und zum anderen herrscht in Asien nicht der gewerkschaftliche Einfluß wie in Europa. Dort kann man eher die Mitarbeiter "zwingen" oder entlassen.
Daher denke ich nicht, dass man das ganze Verhalten asiatischer Airlines einfach auf Europa übertragen kann.
Wie kommen Sie darauf? Auch in HongKong gibt es Gewerkschaften, die, gar nicht so lange her, Cathay bestreikt haben und "dieses" Verhalten ist schon lange hier in Europa. Bestes Beispiel British Airways um mal andere Namen als die üblichen Verdächtigen ins Spiel zu bringen.
Beitrag vom 26.10.2020 - 07:18 Uhr
Und zum anderen herrscht in Asien nicht der gewerkschaftliche Einfluß wie in Europa. Dort kann man eher die Mitarbeiter "zwingen" oder entlassen.
Daher denke ich nicht, dass man das ganze Verhalten asiatischer Airlines einfach auf Europa übertragen kann.


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