DB Schenker und LH Cargo
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Boeing 777F fliegt regelmäßig mit Bio-Treibstoff

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Lufthansa Cargo Boeing 777F, © Lufthansa

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FRANKFURT - DB Schenker und Lufthansa Cargo setzen ab sofort regelmäßig nachhaltigen Treibstoff auf Frachtflugverbindungen zwischen Europa und Asien ein - die wöchentlich beschaffte Menge entspricht 174 Tonnen normalen Kerosins. Für die Route Frankfurt-Shanghai wird eine Boeing 777F mit dem Bio-Treibstoff betankt.

Da es nach Angaben der Unternehmen technisch noch nicht möglich ist, das Flugzeug komplett mit alternativen Krafstoffen zu tanken, werden sie dem herkömmlichen Kerosin beigemischt.

Sustainable Aviation Fuel (SAF) wird vorwiegend aus Biomasseabfällen hergestellt, beispielsweise aus gebrauchten Pflanzen- und Speiseölen. Bei der Verbrennung im Triebwerk wird somit ausschließlich CO2 freigesetzt, welches der Atmosphäre zuvor beim Wachstum der Pflanzen entzogen wurde.

Darüber hinaus werden die bei der Herstellung und dem Transport des Kraftstoffs entstandenen Treibhausgase vollständig mit Ausgleichsprojekten kompensiert. Aktuell ist SAF rund drei Mal teurer als fossiles Kerosin und die am Markt verfügbare Menge begrenzt.

DB Schenker und Lufthansa Cargo sehen mit dem Start der nachhaltigen Frachtflugverbindung eigenen Angaben zufolge andere Unternehmen der Logistikbranche sowie die Politik in der Pflicht, gemeinsam die Produktion und Infrastruktur für Sustainable Aviation Fuel auszubauen und damit die Dekarbonisierung in der Logistik voranzutreiben.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Cargo | 01.04.2021 12:57

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Beitrag vom 01.04.2021 - 13:44 Uhr
Wie hoch ist denn der Anteil des Bio- Sprits am gesamten Treibstoffvolumen für den Cargo- Flieger?

Liegt er vielleicht bei rund 14 Prozent? Es gibt wohl sieben reine Cargo-Flüge mit B777 in der Woche mit einem theoretisch möglichen Tankvolumen von ca. 1,2 Millionen Litern, wobei dann die 174000 Liter Bio- Treibstoff eben rund 14 Prozent ausmachen würden, denn Shanghai könnte bei schwerer Beladung aufgrund der Entfernung schon eine maximale Befüllung erfordern.

Was bedeuteten „Ausgleichsprojekte“ in der Realität? Zahlt man Geld an afrikanische Staaten oder Regierungen, damit zum Beispiel Bäume und Sträucher in der Sahelzone gepflanzt und unterhalten werden, oder liegt hier nur eine Art Alibi- Funktion vor, um das Gewissen bestimmter kreise zu beruhigen?

Alternative Treibstoffe und Fortbewegungsmöglichkeiten sind schon ein interessantes und unterstützungswertes Thema, es besteht aber auch Gefahr, die Entwicklung zu unterlaufen.
Beitrag vom 01.04.2021 - 13:41 Uhr
Hatte LH nicht mal eine Testphase mit einem A321 zwischen HAM und FRA? Soweit ich mich erinnere waren danach alle begeistert vom Ergebnis. Trotzdem habe ich schon sehr lange nichts mehr davon gehört.
Beitrag vom 01.04.2021 - 13:37 Uhr
Drei mal so teuer wie fossiles Kerosin. Das sagt alles. Es ist lediglich eine Testphase und um seinen guten Willen zu zeigen.

Keine Frachtairline kann am Markt diese wesentlichen Kosten dauerhaft und im großen Umfang gegen die Konkurrenz durchstehen. So lang weder die Preishöhe stimmt noch Mengen ausreichen wird sich sehr lange daran nichts ändern denn regulatorische Maßnahmen sind weltweit nicht durchzusetzen.


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