Ausdauer-Airbus
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A350-900ULR schafft fast 18.000 Kilometer. Nonstop.

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Singapore Airlines Airbus A350-900 9V-SMA, © Andreas Spaeth

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TOULOUSE - Die meisten Drehkreuze wird der Airbus A350-900ULR nur aus der Vogelperspektive sehen. Jetzt hat Airbus verraten, wie ausdauernd sein neuer Ultralangstrecken-Flieger zum EIS 2018 tatsächlich wird.

Jüngst aktualisierte Leistungsdaten auf den Internetseiten des Herstellers schreiben der A350-900ULR 9.700 nautische Meilen - 17.960 Kilometer - Nonstop-Reichweite zu!

Das sind 1.600 Meilen mehr Reichweite als Airbus für die reguläre A350-900 angibt, ihren "Vorgänger" A340-500 übertrifft die A350-900ULR um 700 Meilen. Um die Reichweite der A350-900ULR machte Airbus lange ein Geheimnis und sagte nur, dass das Flugzeug 19 Stunden am Stück fliegen könne.

Singapore Airlines wird ab 2018 sieben A350-900ULR in Dienst stellen und nach fünf Jahren Pause wieder nonstop nach New York und Los Angeles fliegen. Weil die durstige A340-500 auf beiden Linien rote Zahlen einflog, hatte Singapore Airlines das Angebot im November 2013 eingestellt.

Geht die Rechnung dieses Mal auf?

Die A340-500 vermarktete Singapore Airlines zuletzt als reines Business-Class-Produkt mit 100 Sitzen. Die A350-900ULR werden voraussichtlich eine zweigeteilte Kabine mit 170 Sitzen erhalten, das wären 83 Sitze weniger als an Bord einer konventionell bestuhlten A350-900 der Fluggesellschaft.

Zuletzt zeigte auch Qantas Interesse an der A350-900ULR, wartet aber noch ab. Denn viele Airlines bezahlten auf Ultralangstrecken in der Vergangenheit Lehrgeld und die Marathon-Flieger der Nullerjahre Airbus A340-500 und Boeing 777-200LR rechneten sich letztlich auch für ihre Hersteller nicht.

Vom Großserienmodell A350-900 unterscheidet die A350-900ULR unter anderem ein auf 280 Tonnen angehobenes MTOM sowie eine von 141.000 auf 165.000 Liter erweiterte Tankkapazität.

Die Aktualisierung der Leistungsdaten fiel zunächst "Flight International" auf.
© aero.de | 12.05.2017 09:12

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Beitrag vom 20.05.2017 - 00:19 Uhr
Wer braucht solche Extreme? Niemand! Sorry, aber da hört für mich jegliches Verständnis auf. Beruflich sehe ich für so etwas im vernetzten 21. Jahrhundert keinen Bedarf und definitiv keinen Nutzen. Bitte jetzt nicht persönlich nehmen, aber wer sich privat als "Urlaub" so etwas zumutet, dem kann man echt nicht mehr helfen.

Na immerhin gab es noch ca. 20 weitere "Bekloppte" in der Reisegruppe die sich das angetan haben. Ausdrücklich sprach ich auch von Vergnügen und nicht von Urlaub. Urlaub im Sinne von Erholung waren nicht einmmal die 3 Wochen die zwischen Hin- und Rückflug lagen. Wer an fernen Ländern und Kulturen großes Interesse hat kommt manchmal an solch strapaziösen An-/Abreisen nicht vorbei. "Erholung vom Urlaub" findet dann eben zu Hause statt.

:-) wie gesagt nicht persönlich nehmen. Und nein, Du bist ganz sicher nicht "bekloppt" :D ... ich hoffe der Trip hat sich gelohnt. Zugegeben, nun bin ich neugierig ;-) Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

Dieser Beitrag wurde am 21.05.2017 13:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.05.2017 - 17:52 Uhr
Falls der nopn-stop Flug zu teuer ist, gibt es auch Flüge mit einem Stopp und ca. 2 Stunden für das Umsteigen... Das ist dann wesentlich preisgünstiger (Eco um 1500€).
Mit Perth - London bzw. London - Perth wird man sehen, wie die Akzeptanz für solche Flüge ist!



Dieser Beitrag wurde am 19.05.2017 17:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.05.2017 - 15:21 Uhr
Das ist auch immer eine Frage des Preises. Wenn ich solche very Longline nach Australien fliege, um das Land privat kennenzulernen, dann kostet mich Eco schon 2-3.000 d.h. eine 3-Wochenreise für 2 Personen 10.000 - 15.000. Dann hat man die Wahl, nochmal 12.000 - 20.000 Aufpreis Business für 2 Personen zu zahlen, wenn man kann oder Australien nie kennenlernen oder Eco fliegen und die Qual ertragen.

Ich halte viel von der ECO plus, denn den ganzen Service der Business brauche ich nicht. Das kann ich für viel weniger Geld in einem guten Restaurant auch haben.

Dieser Beitrag wurde am 19.05.2017 15:23 Uhr bearbeitet.


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