Paris Air Show 2019
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Airbus A321XLR kommt 2023

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Airbus A321XLR, © Airbus

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PARIS - Airbus erweitert das Brot-und-Butter-Programm A320neo um eine "A321XLR". Das zweite A321neo-Derivat für Langstrecken und Überseeflüge wird bis zu 4.700 Seemeilen Nonstop-Reichweite erzielen, legte sich Airbus zum Auftakt der Paris Air Show auf eine Realisierung des Konzepts fest.

Indienststellung 2023: Airbus hat am Montag auf der Paris Air Show, bestärkt "durch positive Resonanz vom Markt", grünes Licht für eine A321XLR gegeben.

Das Flugzeug wird mit 4.700 Seemeilen 15 Prozent mehr Reichweite bieten als die aktuelle Langstreckenversion A321LR. Dafür hebt Airbus die Startmasse von 97 Tonnen (A321LR) auf 101 Tonnen (A321XLR) an und verstärkt das Fahrwerk. Ein permanent aktivierter Rear Centre Tank wird den zusätzlichen Treibstoff aufnehmen.

Die neue Tanklösung vergrößert nach Angaben von Airbus das "für Fracht und Gepäck verfügbare Unterflurvolumen". Dank eines optimierten Klappensystems werden sich "Start-Performance und Anforderungen an die Triebwerksleistung" gegenüber der konventionellen A321neo nicht verändern.

Die A321XLR sei besonders für Linien zwischen Europa nach Amerika oder zwischen und Europa und Indien geeignet, hob Airbus hervor. "Verglichen mit bisherigen Flugzeugen wie der Boeing 757, die solche Strecken typischerweise fliegen, spart die A321XLR rund 30 Prozent an Treibstoff und CO2-Ausstoß ein", sagte Airbus Verkaufschef Christian Scherer.

Als erster Kunde kündigte der Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation (ALC) eine Order über 27 A321XLR an - und unterzeichnete zugleich einen Vorvertrag über 23 normale Airbus A321neo sowie 50 kleinere Maschinen vom Typ A220-300. Am Nachmittag trug sich Middle Eastern Airlines mit vier A321XLR als erster Airlinekunde in die Warteliste ein.

Airbus prescht in die Marktmitte vor

Airbus hat in den letzten Wochen viel Zuspruch aus der Airline-Ecke für die A321XLR erhalten. IAG-Chef Willie Walsh will das Flugzeug für Iberia, Aer Lingus und British Airways prüfen. American Airlines hat die A321XLR auf die Kandidatenliste für die Nachfolge der Boeing 757-200 gesetzt, JetBlue Airways will die Extrareichweite eventuell für Flüge nach Kontinentaleuropa nutzen.

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Airbus A321XLR, © Airbus

Airbus bringt die A321XLR mit Vorsprung vor einer möglichen Boeing-Antwort auf den Markt: Boeing-Chef Dennis Muilenburg will erst 2020 über die Neuentwicklung einer 797 bis 2025 entscheiden. Als "797-6X" und "797-7X" soll das New mid-Market Airplane (NMA) Nachfrage im Segment zwischen 225 und 265 Sitzen und 4.500 bis 5.000 Seemeilen (zirka 8.330 Km bis zirka 9.260 Km) Reichweite bedienen.

Gewaltiges Absatzpotenzial

ALC-Chef John Plueger sagte Airbus' kleinstem Langstreckenjet eine große Nachfrage voraus: "In fünf Jahren dürften mehr als 50 Airlines den Airbus A321XLR bestellt haben." Die Boeing-Führung schätzt den Bedarf in diesem Bereich, den es als die "Mitte des Marktes" bezeichnet, weltweit auf etwa 4.000 bis 5.000 Flugzeuge.

Jeder der beiden großen Flugzeugbauer will sich daran einen möglichst großen Anteil sichern - und möglichst keine Kunden an den Konkurrenten zu verlieren.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Airbus | 17.06.2019 10:51

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Beitrag vom 17.06.2019 - 22:58 Uhr
Am Ende kommt Boeing nicht mit einer 797 um die Ecke, sondern mit einer halbgaren 767MAX, die schlecht programierte Software braucht, um überhaupt sinnvoll zu fliegen ist, nur damit man möglichst schnell wieder am Markt ist.
Beitrag vom 17.06.2019 - 22:42 Uhr

Die Configs bei Delta stammen alle aus einer Zeit in der Fliegen noch Luxus war und nicht wie heute vorallem billig sein muss.

Falsch. Das sind die aktuellen Sitzplatzverteilungen bei Delta, weil in den USA mit richtigen Business Class Sitzen geflogen wird. In den USA gäbe es einen Aufschrei, wenn einem eine normaler Economy Platz als "Business" verkauft wird, nur weil der mittlere Platz frei bleibt. Der A321 liefert genau die Werte, um die 757-200 super zu ersetzen.
Beitrag vom 17.06.2019 - 22:04 Uhr
Ob die wieder mehr Platz im Frachtraum hat bezweifel ich. In ihrem Link ist erkennbar, dass der Rear Center TK im forderen Bereich des Aft Cargo Compartment liegt und somit den selben Bereich wie mindestens einer der 3 LR ACT's einnimmt. Sicherlich kommt hier noch der Raum zwischen Aft CC Forderwand und Fahrwerksschacht hinzu (darüber sprachen wir schonmal), aber da allein gehen keine 12000 Liter rein.

Naja aber man darf jetzt nicht nur den vorhanden Raum und das Volumen des ACT einfach zusammenrechnen, das wird ja ein kompletter Integraltank und das bedeutet, dass dort alles andere aus den Seiten und dem Boden verschwindet. Also der jetzt vorhandenen Raum inkl dem noch freiwerdenen Seitenbereich plus die Länge eines ACT könnten schon 12900 Liter ergeben. Denn auch der ACT1 im AFT CC ist ja kein ACT mehr, sondern Teil des Rear Center Tank und geht dann wohl auch bis in die Seitenbereiche.
Dann ergibt sich zusätzlicher Platz im AFT CC in Größe eines ACT. der einzige optionale ACT kommt dann in das FWD CC.


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