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Airbus-Betriebsrat befürchtet "schlimmsten Fall"

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Airbus A380plus Schriftzug an der MSN4 auf der #PAS17, © aero.de

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BREMEN - Der angekündigte Stellenabbau bei Europas größtem Flugzeugbauer Airbus konkretisiert sich - schlimmste Befürchtungen könnten dabei Wirklichkeit werden.

"Es wurde deutlich, dass das Unternehmen in den Planungen bis zum Jahr 2021 von einem Worst Case-Szenario ausgeht", sagte am Mittwoch Holger Junge, der Konzernbetriebsratsvorsitzende bei Airbus.

Nach einem Treffen mit der Geschäftsführung am Vortag betonte er: "Für die besonders betroffenen Standorte Bremen und Augsburg müssen Maßnahmen getroffen werden, um dauerhaft mehr Auslastung sicherzustellen."

Im zweitgrößten deutschen Airbus-Werk in Bremen sind nach früheren Betriebsrats-Angaben bis zu 300 Stellen von geplanten Streichungen oder Verlagerungen betroffen.

Ein Airbussprecher betonte am Mittwoch jedoch: "Der Informationsstand ist der gleiche geblieben wie vor drei Wochen." Die Geschäftsführung wolle betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden. Wegen einer dramatischen Auftragsflaute in den Baureihen A380 und A400M stellt Airbus bis zu 3.700 Stellen in Deutschland und drei anderen Ländern auf den Prüfstand.

Nach inoffiziellen Angaben könnte die Zahl der betroffenen Stellen in Deutschland bei rund 1.500 liegen. Gewerkschafter wollen jetzt mehr ausgelagerte Arbeiten zurück in die eigenen Werke holen.

Bremen ist nach Hamburg der zweitgrößte deutsche Airbus-Standort und zuständig für die Konstruktion, Fertigung, Integration und Erprobung der Hochauftriebssysteme für die Flügel aller Flugzeugprogramme bei Airbus. Im zivilen Bereich arbeiten dort rund 3.000 Beschäftigte, dazu kommen rund 1.000 beim Militärtransporter A400M und weitere 1.200 in der Raumfahrtsparte.

Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec dürften am Standort Augsburg bis zu 500 Zeitarbeiter ihren Job verlieren.
© dpa-AFX, aero.de | 28.03.2018 15:21


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