"The Air Current"
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Drei Triebwerksideen für die Boeing 797

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Rolls-Royce Advance und UltraFan Fan Blades, © Rolls-Royce

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SEATTLE - Boeing nimmt im Countdown zur Farnborough Airshow einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur 797. Alle drei großen Triebwerksbauer reichen in Seattle ihre Antriebskonzepte für das Modell ein, das die Mitte des Markts treffen soll, meldet "The Air Current". Stichtag: der heutige Mittwoch.

Jon Ostrower hielt als "Flightblogger" Boeing vor zehn Jahren mit immer neuen Enthüllungen in den wilden Anfangstagen der 787 in Atem. Mit "The Air Current" startet der Luftfahrtjournalist in diesem Sommer ein neues Portal und ist auch bei der 797 eng am Ball.

Laut Ostrower läuft am heutigen Mittwoch (27. Juni) die Ausschreibungsfrist für Triebwerkskonzepte des Boeing New mid-Market Airplane (NMA) ab. Boeing stellt sich demnach ein Triebwerk mit 45.000 Pfund Leistung vor, das 25 Prozent sparsamer läuft als die Antriebe des 2004 eingestellten Vorgängers 757.

Rolls-Royce schickt offenbar seinen Trent-Nachfolger UltraFan mit Getriebe zwischen Niederdruckturbine und Bläser ins Rennen. Die Technologie soll 2025 serienreif sein - rechtzeitg zum angepeilten EIS-Termin der 797, den Boeing Vertriebschef Ihssane Mounir vergangene Woche unter Vorbehalt bekräftigte.

"Stand heute fühlen wir uns mit der Prognose sehr wohl, das Flugzeug bis 2025 realisieren zu können", sagte Mounir laut "Reuters" vor Medienvertretern in Paris. "Aber noch gibt es dazu keine Entscheidung."

CFM - ein Joint Venture von GE und Safran - will laut Ostrower mit Technologie des 777X-Triebwerks GE9X punkten, Pratt & Whitney Boeing mit einer neuen Leistungsstufe des A321neo-Getriebfans PW1100G überzeugen. Es geht um hohe Stückzahlen: Boeing traut der 797 4.000 bis 5.000 Einheiten zu.

Steve Udvar-Hazy, dessen Leasingfirma ALC als potenzieller Großabnehmer gehandelt wird, forderte Boeing auf, zwei Triebwerksmodelle für die 797 anzubieten und nicht auf einen Exklusivpartner zu setzen. Boeing legt sich in Triebwerksfragen traditionell spät fest.

Ab durch die Mitte: Boeing 797 trifft auf Airbus A321XLR

Wenn Boeing das Programm in Angriff nimmt, soll das Flugzeug als 797-6X mit 228 Passagieren eine Nonstop-Reichweite von 5.000 Seemeilen erzielen, das Schwestermodell 797-7X mit 268 Sitzen 4.200 Seemeilen. Damit wären auf der Weltluftfahrtkarte ganz neue Verbindungen möglich, wirbt Boeing.

Airbus will der 797 eventuell mit einer A321XLR zuvorkommen: die Reichweite der A321LR - 4.000 Seemeilen - hat noch Spielraum nach oben, nahm Airbus-Verkaufschef Eric Schulz die Wettbewerbsstrategie zur 797 vergangene Woche vorweg.
© aero.de | Abb.: Rolls-Royce | 27.06.2018 10:08


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