Regelverstoß
Älter als 7 Tage

FAA belegt Lufthansa mit Millionenstrafe

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Lufthansa Airbus A330-300, © Ingo Lang, edition airside

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WASHINGTON - Lufthansa hat Ärger mit der Aufsicht: die US-Luftfahrtbehörde FAA verhängt ein hohes Bußgeld gegen die Airline, weil Lufthansa offenbar Fehler bei der Anmeldung von zwei Strecken unterlaufen sind. Die Airline soll für rund 900 Flüge zwischen 2018 und 2019 ein Strafgeld in Millionenhöhe bezahlen.

Lufthansa muss für einen Regelverstoß in den USA bluten. Die FAA belegt den Konzern mit mehr als 6,4 Millionen US-Dollar Bußgeld.

"Ausländische Airlines dürfen ausschließlich Linienflüge von und zu Flughäfen durchführen, die in ihren von der FAA herausgegebenen Betriebsspezifikationen aufgeführt sind", teilte die FAA am Mittwoch mit. Für die Ziele Philadelphia und San Diego habe Lufthansa diese Vorschrift "wissentlich" nicht befolgt.

Konkrekt moniert die FAA "rund 600 A340-Flüge" vom 22. März 2018 bis 27. Mai 2019 zwischen Frankfurt und San Diego sowie 292 Flüge zwischen Frankfurt und Philadelphia, die Lufthansa zwischen 28. Oktober 2018 und 10. April 2019 ohne die entsprechende Genehmigung mit Airbus A330-300 und Boeing 747-400 durchgeführt habe.

Die Fluggesellschaft hat jetzt 30 Tage Zeit, zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. Airlines können in den USA in vielen Fällen Strafgelder der FAA im Nachhinein noch drücken.

"Lufthansa arbeitet in dieser Angelegenheit uneingeschränkt mit der FAA zusammen und wird sich mit allen regulatorischen Fragen befassen", teilte Lufthansa mit. Die Airline betonte, dass die Sicherheit auf keinem der fraglichen Flüge beeinträchtigt gewesen sei.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 28.11.2019 08:44

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Beitrag vom 01.12.2019 - 19:55 Uhr
@Asienexperte: ich verstehe Sie nicht ganz. Wie hat LH in Europa "Airports unter KOntrolle"? Nicht mal in Frankfurt, wo man am Airport beteiligt ist und traditionell eher als Platzhirsch angesehen werden kann, konnte man verhindern, daß Ryanair zu günstigen Konditionen sich einnisten konnte.
Ich weüsste auf die Schnelle nicht, wo LH Airlines (welche nicht zur LH-Gruppe gehören) oder Airports kontrollieren würde. Und ich denke, in anderen Ländern ist das durchaus vergleichbar so. Nicht ein Airport, sondern die FAA will LH "abstrafen".
Beitrag vom 01.12.2019 - 12:13 Uhr
Es gibt nun mal eben Spielregeln, an die man sich halten muss und LH hat es nicht getan. Natürlich wird LH an der Geldstrafe nicht zerbrechen, aber es ist eine Lehre, die man daraus ziehen wird. Hier in Europa ist LH groß, mit seiner Gruppe hat es viele Airlines und Airports unter Kontrolle, aber in Amerika ist LH nur eine von vielen Gästen und dort drüben haben die drei großen Carrier United, American und Delta das Sagen, die, was Flotte, Basen und Streckennetz angeht, nochmal eine andere Größenordnung als LH besitzen!

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2019 12:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.11.2019 - 09:00 Uhr
Handelsvereinbarungen werden zwischen Ländern(Gruppen) verabredet und nicht zwischen Land und Behörde. Die Behörde wäre das überwachende Organ.


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