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Flöther signalisiert gute Chancen für Condor

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Condor Airbus A321, © Andreas Spaeth

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FRANKFURT - Sachwalter Lucas Flöther sieht gute Chancen, dass Condor nicht nur mittel- sondern auch langfristig weiterfliegen kann. Der Jurist soll dem Airline-Management in den kommenden Monaten über die Schultern schauen und im Interesse der Gläubiger den Sanierungsprozess überwachen.

Condor schirmt sich von der insolventen Muttergesellschaft Thomas Cook ab: "Bei der Condor hat man sich für ein Schutzschirmverfahren entschieden, um zu versuchen, die Airline aus der Thomas Cook-Insolvenz herauszuhalten", sagte Lucas Flöther gegenüber dem Sender "n-tv".

Die Federführung des Sanierungsprozesses obliegt dem Condor-Management - es muss sich allerdings in der Entscheidungsfindung mit Flöther abstimmen. Der vertritt die Interessen der Gläubiger. Dazu zählt auch der Staat, der Condor mit einem kurzfristigen Kredit über 380 Millionen Euro über den Winter hilft.

Flöther schätzt die Überlebenschancen Condors positiv ein. "Die ersten Zahlen, die wir gesehen und die ersten Überlegungen, die das Management mit uns geteilt hat, sprechen dafür, dass die Condor langfristig überlebensfähig ist und es schafft, den Plan zu verwirklichen, sich aus der Thomas Cook-Insolvenz herauszuhalten."

Reisende seien im Zuge des gewählten Verfahrens rechtlich abgesichert und könnten bedenkenlos Flüge bei Condor buchen. Auch die Mitarbeiter sind für die kommenden Wochen versorgt: drei Monate lang erhalten sie ein sogenanntes Ausfallgeld der Bundesagentur für Arbeit, anschließend soll die Condor wieder selbst für die Gehälter aufkommen - so das Ziel.

Das Management ist laut Flöther im Gespräch mit potenziellen Investoren. Für die Thomas Cook-Angestellten in Großbritannien gibt es dagegen derzeit wenig Hoffnung auf eine Rettung ihrer Arbeitgeberin. Das Unternehmen wird aufgelöst. Laut der Pilotengewerkschaft BALPA haben die Angestellten auch das Gehalt bis zum Tag der Insolvenzanmeldung am 23. September nicht erhalten.
© aero.de (boa) | Abb.: Condor | 01.10.2019 14:31

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Beitrag vom 01.10.2019 - 16:30 Uhr
Es braucht unbedingt einen potenten Investor, der genug Kapital mitbringt
Ja, aber

Wer hat schon Freude mit einer 27 Jahre alten 767 über den Atlantik zu fliegen?
Die Kabine wurde runderneuert, deshalb Gegenfrage: Wer merkt denn überhaupt, dass die 767 schon bis zu 27 Jahre alt sind (manche sind deutlich jünger).
Das sehe ich ähnlich, aber...
Wie lange möchte man diese alten Dinger noch betreiben, die bei den meisten Airlines längst ausgeflottet werden
Man wollte sie nie so lange betreiben, aber die prekäre finanzielle Lage der Mutter ließ das nicht zu. Unabhängig davon: Wie schaut es denn beim Rückrad der Langstreckenflotte von Delta oder United aus?
... deren Rückgrat ist auch betagt, nur ist der Rollover zu A350/A330N und B787 schon in vollem Gange.

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2019 16:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2019 - 16:19 Uhr
Es braucht unbedingt einen potenten Investor, der genug Kapital mitbringt
Ja, aber

Wer hat schon Freude mit einer 27 Jahre alten 767 über den Atlantik zu fliegen?
Die Kabine wurde runderneuert, deshalb Gegenfrage: Wer merkt denn überhaupt, dass die 767 schon bis zu 27 Jahre alt sind (manche sind deutlich jünger).

Wie lange möchte man diese alten Dinger noch betreiben, die bei den meisten Airlines längst ausgeflottet werden
Man wollte sie nie so lange betreiben, aber die prekäre finanzielle Lage der Mutter ließ das nicht zu. Unabhängig davon: Wie schaut es denn beim Rückrad der Langstreckenflotte von Delta oder United aus?
Beitrag vom 01.10.2019 - 15:58 Uhr
Es braucht unbedingt einen potenten Investor, der genug Kapital mitbringt um endlich die alte Flotte zu erneuern. Wer hat schon Freude mit einer 27 Jahre alten 767 über den Atlantik zu fliegen?
Wie lange möchte man diese alten Dinger noch betreiben, die bei den meisten Airlines längst ausgeflottet werden


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