Eurofighter-Alarmrotte
Älter als 7 Tage

Funkkontakt zu Passagiermaschine abgebrochen

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Eurofighter, © Cassidian

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WÜRZBURG - Zwei Eurofighter der Bundeswehr sind am Vormittag bei Neuburg an der Donau ausgeschwärmt, weil der Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug unterbrochen war.

Zwei extrem laute Knallgeräusche haben in Unterfranken und in Südhessen zahlreiche Menschen erschreckt. Viele von ihnen riefen am Donnerstagmorgen bei der Polizei an oder schilderten ihre Wahrnehmungen in den sozialen Netzwerken.

Die Polizei konnte indes schon kurze Zeit später Entwarnung geben: Die zeitlich sehr kurz aufeinanderfolgenden lauten Geräusche waren Überschallknalle, wie ein Polizeisprecher sagte. "Die kamen von zwei Kampfflugzeugen der Bundeswehr, die bei Neuburg an der Donau aufgestiegen sind, weil der Funkkontakt zu einer Passagiermaschine abgebrochen war."

Bereits kurze Zeit später sei das Flugzeug, das auf dem Weg von Rumänien nach Brüssel war, allerdings wieder via Funk erreicht worden, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte.

"Eine gute Viertelstunde nach dem Start der Eurofighter bestand wieder Kontakt zu dieser zivilen Maschine. Der Pilot hat also seinen Fehler bemerkt und die richtige Frequenz eingestellt."

Der deutsche Flugraum ist in 80 Sektoren eingeteilt. Immer wenn ein Flugzeug in einen Sektor einfliegt, muss es die Funkfrequenz wechseln. Tut es das nicht, wird routinemäßig eine Alarmrotte aus zwei Eurofightern der Bundeswehr alarmiert, die sich in der Luft ein Bild von der Lage macht. Das laute Knallgeräusch wird ausgelöst, wenn die Abfangjäger die Schallmauer durchbrechen.

Dass Funkkontakte von Flugzeugen zum Boden abreißen, kommt der Luftwaffe zufolge in Deutschland jährlich 15 bis 20 Mal vor. Dass ein Notfall vorliege, sei die Ausnahme. In der Regel sei ein Bedienfehler der Besatzung Grund für die Funkstille.
© dpa | 06.09.2018 12:33


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Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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