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Lauda schickte Flugpersonal als Geldkurier los

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Lauda Airbus A320, © Flughafen Stuttgart

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DUBLIN - Die Ryanair-Tochter Lauda hat Flugpersonal laut einem Medienbericht als Geldboten eingesetzt. Bareinnahmen aus Bordverkäufen wurden demnach "in kleinen Häufchen" zwischen Stationen in Europa verteilt. Einzelne Mitarbeiter fragten sich schnell, ob die Praxis legal war. Ryanair und Lauda wiegeln ab.

"Nimm das mal mit nach Palma": Lauda hat Flugbegleiter mit verplombten Geldtaschen quer durch Europa geschickt.

Dies deckt eine gemeinsame Recherche des Magazins Profil, der Zeitung "Welt", des ORF-Formats "Report" und des Südwestrundfunk auf.

In den feuerroten "Cash Bags" gingen demnach Bareinnahmen aus Bordverkäufen auf Reise von Station zu Station, im Einzelfall bis zu 60.000 Euro pro Flug.

"Das Geld wurde immer in bar eingezahlt in unseren Tresor in Düsseldorf", beschreibt ein Flugbegleiter das Procedere. "Und dort waren dann Leute abgestellt, die dieses Geld in kleine Häufchen packen. Das heißt Pakete mit knapp unter 10.000 Euro packen. Und sie wurden dann von den Crews mitgenommen in andere Stationen."

Auf Flügen nach Spanien gilt auch innerhalb der EU eine anmeldefreie Höchstgrenze von 10.000 Euro. Ziel der roten Geldtaschen war am Ende des Tages laut dem Bericht aber stets Dublin, Sitz des Lauda-Eigners Ryanair.

Wo wurde das Geld versteuert?

"Es hieß immer, dass das Ganze legal (...) wäre (...) und vor allem, dass wir es tun müssen", sagte ein weiterer Flugbegleiter. "Auf einem Flug, das waren vier Flugbegleiter und zwei Piloten, wurden bis zu 60.000 Euro auf diese Weise transportiert."

Einige Beschäftigte beschlich bei den Geldtransporten ein ungutes Gefühl. Vida hat bestätigt, dass mehrere Kollegen rechtlichen Rat bei der Gewerkschaft suchten. Die Praxis ist zumindest unüblich - die meisten Airlines beauftragen für den Transport größerer Summen Sicherheitsunternehmen.

Erlöse aus Bordverkäufen sind nach den Umsatzsteuersätzen des Abflugortes abgabenpflichtig. In der EU reicht die Spanne der regulären Sätze von 17 bis 25 Prozent, der ermäßigten Sätze von 0 in Irland bis 25 Prozent in Dänemark. Ryanair hat sich gegenüber den Medien nicht zur Frage der Versteuerung geäußert.

Wortkarge und wortgleiche Stellungnahme der Zentralen in Dublin und Wien im Zuge der Recherchen: "Die beiden deutschen Basen von Laudamotion werden zum 24. Oktober (Düsseldorf) und 30. Oktober (Stuttgart) geschlossen. Die Behauptungen verärgerter ehemaliger Mitarbeiter entsprechen nicht der Wahrheit."

Gegenüber aero.de weist die Airline auf eine "teure Bearbeitung von Bargeld" hin, weshalb Ryanair hierfür "zentrale Kassenstellen in Spanien, Irland und Großbritannien" unterhalten habe. Alle Einkünfte aus Bordverkäufen seien aber korrekt bei Lauda verbucht worden.
© aero.de | Abb.: Lauda | 02.12.2020 08:32

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Beitrag vom 03.12.2020 - 12:09 Uhr
Und so wird dann doch klar, wie in West- & Zentraleuropa die Kostenbasis so niedrig liegen kann. Es wird alles ausgenutzt, auch wenn es illegal wird.
Man muss erst einmal sehen ob es illegal ist oder "nur am Rande der Illegalität", eventuell eher subjektiv als objektiv. Die Betroffenen werden wohl längst versucht haben das abzustellen.
Man könnte sich auch fragen, ob "die ehrlichen" irgendwelche Briefkästen z.B. auf den Cayman Inseln haben und wozu eigentlich.

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2020 12:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2020 - 04:50 Uhr
Naja, da braucht man ja nicht 2x Mal überlegen, warum Bargeld knapp unter der Meldegrenze in die Zentrale geflogen wird.

Man kann sich die Gründe an einem Finger abzählen.

Denn wer soll schon Nachweisen wieviele Rubellose jetzt auf einem Flug verkauft worden sind....und wo genau.
Habe ich mir auch gedacht, aber laut Website geht bezahlen nur mit Plastik, da sollte die Dokumentation kein Problem sein. Ist das erst seid Corona so, ging vorher auch Cash? Weiß das jemand?

Man konnte glaube ich vorher mit Kreditkarte bezahlen, aber das war umständlich und kostete evtl. extra?
Der Barzahlanteil sollte gerade aus Dtl. sehr hoch sein, da wohl keine EC aber Kreditkarte ging und die ist nicht so weit verbreitet in Dtl.

Selbst dann dürfte der Bargeldanteil bei 50% liegen, eher höher.

Die Frage ist, ob das irgendwie nachweisbar ist. Auf der Hand liegt es.
Und so wird dann doch klar, wie in West- & Zentraleuropa die Kostenbasis so niedrig liegen kann. Es wird alles ausgenutzt, auch wenn es illegal wird.
Beitrag vom 02.12.2020 - 20:26 Uhr
Naja, da braucht man ja nicht 2x Mal überlegen, warum Bargeld knapp unter der Meldegrenze in die Zentrale geflogen wird.

Man kann sich die Gründe an einem Finger abzählen.

Denn wer soll schon Nachweisen wieviele Rubellose jetzt auf einem Flug verkauft worden sind....und wo genau.
Habe ich mir auch gedacht, aber laut Website geht bezahlen nur mit Plastik, da sollte die Dokumentation kein Problem sein. Ist das erst seid Corona so, ging vorher auch Cash? Weiß das jemand?


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