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Lockheed Martin sieht sich bei Bundeswehr-Auftrag vorn

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Lockheed Martin F-35, © Lockheed Martin

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FARNBOROUGH - Im Poker um die Ablösung der alternden Tornado-Kampfjets der Bundeswehr sieht sich der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin mit seinem Tarnkappenflieger F-35 mit den besten Karten. Deren hohe Kosten will der Hersteller merklich senken - und so Kritik aus den USA und anderen Käuferstaaten eindämmen.

"Auf die gesamte Lebensdauer gerechnet, bekommt man mit der F-35 ein Kampfflugzeug der fünften Generation günstiger als eines aus der vierten Generation", sagte der Chef der Lockheed-Flugzeugsparte, Orlando Carvalho, im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough.

Statt wie bisher an die 100 Millionen US-Dollar soll ein ab dem Jahr 2020 bestellter Flieger bei Auslieferung nur noch rund 80 Millionen Dollar kosten, sagte Carvalho. Mit wachsender Erfahrung könne Lockheed die Maschinen immer schneller und billiger fertigen, auch die Betriebs- und Wartungskosten sollen noch deutlich sinken.

Gut 300 Exemplare der F-35 hat der Konzern bisher ausgeliefert. "In 20 bis 25 Jahren sollen es rund 3000 Maschinen werden", sagte Carvalho.

Einen wesentlichen Vorteil der F-35 sieht der Manager darin, dass die Luftstreitkräfte für einen Einsatz weniger Maschinen benötigten als bei gängigen Typen wie dem europäischen Eurofighter, der französischen Rafale oder Boeings F/A-18 Super Hornet. Denn die Maschinen kommunizieren direkt miteinander, tauschen Informationen über Positionen und Ziele aus.

"Dadurch braucht man für denselben Einsatz zum Beispiel nur zwei Flugzeuge, während man von einem anderen Typ drei oder vier bräuchte." Zudem sei die F-35 dank ihrer kaum zerklüfteten Oberfläche von Radarsystemen kaum zu orten.

Im Ringen um die Tornado-Nachfolge in Deutschland, die ab dem Jahr 2025 ansteht, geht es laut Carvalho um etwa 90 Jets. Der Manager verweist auf eine Studie der dänischen Regierung, nach der die F-35 trotz des hohen Stückpreises auf die gesamte Lebensdauer den Steuerzahler rund 40 Prozent günstiger kommen dürfte als der Eurofighter - auch weil die Dänen nach eigener Berechnung dann nur 28 statt 34 Flugzeuge bräuchten.

Modernisierter Eurofighter


Die von den USA angeschobene Diskussion über die Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten kommt Carvalho zupass. "Wir begrüßen Präsident Trumps Aufruf zu höheren Rüstungsinvestitionen", sagte er.

So hofft Lockheed, dass sich neben Deutschland und Dänemark auch Finnland, Belgien und die Schweiz für die F-35 entscheiden - obwohl es europäischen Regierungen auch darum gehen dürfte, die eigene Rüstungsindustrie zu stärken und nicht zu stark auf die Amerikaner zu setzen.

Um die Tornado-Nachfolge bewirbt sich auch das Eurofighter-Konsortium um den europäischen Airbus-Konzern und die britische BAE Systems. So müsste eine modernisierte Version des Eurofighters die F-35 ausstechen. Airbus hatte Deutschland vor einem F-35-Deal eindringlich gewarnt.

Die Entwicklung eines völlig neuen europäischen Kampfjets dürfte indes viel länger dauern. Dafür hat sich Airbus mit dem Rafale-Hersteller Dassault zusammengetan. Abheben dürfte dieser Jet aber erst um das Jahr 2040 herum.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lockheed Martin | 19.07.2018 08:03

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Beitrag vom 01.01.2019 - 10:06 Uhr
"lieber ein Amiflieger" alles klar.

Finde ich auch gut.

Wer hat sich denn da schmieren lassen?

In verschiedenen Zeitungen steht Österreich von Airbus.

...Lockheed hat auf diesem Feld auch sehr viel Erfahrung.
Beitrag vom 01.01.2019 - 08:12 Uhr
"lieber ein Amiflieger" alles klar.

Finde ich auch gut.

Wer hat sich denn da schmieren lassen?

In verschiedenen Zeitungen steht Österreich von Airbus.
Beitrag vom 29.12.2018 - 21:31 Uhr
"lieber ein Amiflieger" alles klar.


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