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Lufthansa Cargo prüft vorgezogenes Flottenaus der MD-11F

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Lufthansa Cargo MD-11F, © Deutsche Lufthansa AG

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FRANKFURT - Corona drängt die MD-11F schneller aus der Flotte: Lufthansa Cargo prüft nach aero.de-Informationen eine auf Sommer 2020 vorgezogene Ausmusterung - und steuert auf einen enormen Personalüberhang zu. Die Partnerairline Aerologic sieht sich dennoch an anderen Stellen im Konzern nach neuen Piloten um.

Lufthansa verschärft die Sparziele für das kriselnde Frachtgeschäft. Sieben derzeit noch verbliebenen MD-11F droht ein auf Anfang Juni 2020 vorgezogenes Flottenaus, erfuhr aero.de aus Unternehmenskreisen.

Lufthansa hatte vergangenes Jahr die Auflösung der Teilflotte eingeläutet und will sich 2021 auf neun Boeing 777F beschränken.

"Die Flottenmodernisierung von Lufthansa Cargo soll bis spätestens Ende 2020 abgeschlossen werden", sagte ein Unternehmenssprecher aero.de auf Anfrage. "Die Ausflottung von einzelnen Flugzeugen kommentieren wir grundsätzlich frühestens zum jeweils letzten kommerziellen Flug."

Aerologic sperrt sich gegen Übernahmen

Die Gerüchte über ein vorgezogenes Ende der MD-11F belasten ohnehin festgefahrene Gespräche zwischen Management und Personalvertretern über eine Lösung für 200 bis 250 Piloten, zumal sich Aerologic offenbar gegen eine Übernahme nach Konzerntarif bezahlter Cargo-Piloten sträubt.

Aerologic wird von Lufthansa Cargo und DHL als Gemeinschaftsunternehmen betrieben und stockt ihre Flotte 2020 um zwei Boeing 777F Vollfrachter auf. Die Airline hat Flugrechte für bisherige Lufthansa-Strecken beantragt, für Mexiko borgte sich Aerologic im Winter sogar die Flugnummer von Lufthansa Cargo aus.

Unter den Piloten von Lufthansa Cargo gibt es viele Wechselwillige mit Type-Rating. Aerologic will aber lieber First Officer von Austrian einstellen.

Austrian Airlines erwägt derzeit, einige ihrer Langstecken-Piloten für Einsätze auf der Mittelstrecke umzuschulen. Der Chefpilot der Austrian-Langstreckenflotte wies die Kollegen kürzlich auf eine konzernnahe Alternative hin, "die Unterstützung durch First Officer von Austrian" gebrauchen könnte: Aerologic.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Cargo | 24.02.2020 09:07

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Beitrag vom 25.02.2020 - 09:33 Uhr
Solange Joe einen mochte passte auch das Gehalt.

Bester Beitrag auf aero.de seit langem. Danke für das Grinsen am Morgen
Beitrag vom 24.02.2020 - 17:35 Uhr
Ja, diesen beiden Aussagen treffen auf die obersten 10% der Senioritätsliste zu, eben die aus der Anfangszeit. Da sind Leute dabei, deren Gehälter in keiner irgendwo veröffentlichten Tabelle auftauchen, mutmaße ich jetzt einfach mal. Der Größte teil jedoch wird nach dieser Tabelle bezahlt. Grade Alt-(S)FOs, mit denen ich gesprochen habe, bestätigen aber eben auch, dass diese Tabelle seit Gründung der Firma nahezu unverändert ist. In welcher Stufe dieser Tabelle man gelandet ist, hing wohl auch stark an dem von 6062 angesprochenen Punkt ab. Aber, das möchte ich hier der Richtigkeit halber erwähnen, das sind teilweise Informationen aus 2. Hand.

Dass die Kapitäne dabei nicht schlecht wegkommen, ist mir durchaus bewusst. Aber wie von A340Skipper schon angesprochen, sind grade die Konditionen für FOs am underen Ende dieser Tabelle "schmerzhaft schlecht".
Auf der anderen Seite muss man aber sagen, dass durch die beiden Konzerne im Rücken der Job auch sehr sicher ist. Grade in der heutigen Zeit ein hohes Gut, wenn man sich die Entwicklungen der letzten Jahre und die vielen Pleiten und damit verbundenen Schicksale der einzelnen Leute ansieht. Auf Grundlage dessen ist diese Tabelle eben weiterhin akzeptiert.

Wenn man diesen jetzt aber nach KTV bezahlte Kollegen an die Seite setzt, wird es eben Knatscherei geben. Und ein KTVler wird sich wohl nur schwerlich gemäß seiner Vorerfahrung in die Tabelle der Aerologic einsortieren lassen wollen.
Beitrag vom 24.02.2020 - 17:17 Uhr
Solange Joe einen mochte passte auch das Gehalt.


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