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Erster Blick in die neue Business Class von Lufthansa

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Lufthansa Boeing 777-9X, © Deutsche Lufthansa AG

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FRANKFURT - Vielflieger sehnen die neue Business Class von Lufthansa herbei, sie brauchen noch Geduld bis 2020. Dann stellt Lufthansa das neue Produkt an Bord der Boeing 777X vor. Ein erstes Kennenlernen auf Basis von Renderings, die Lufthansa am Donnerstag auf Twitter veröffentlichte.

United Polaris, Delta One Suite, Etihad Business Studio und Qatar Airways Q-Suite - die Konkurrenz legt in der Business Class mit deutlich aufgewerteten Produkten die Messelatte höher. Lufthansa steht unter Handlungsdruck, will der Konzern den Anschluss nicht verpassen.

Einzelsitze an den Fensterreihen und versetzt angeordnete Sitze in der Mittelreihe - in der neuen Business Class "hat jeder Platz Zugang zum Gang", twittert Lufthansa. Damit beseitigt Lufthansa einen Kritikpunkt am 2012 eingeführten Business-Class-Produkt und zieht mit der Konkurrenz gleich.

Bemerkenswert: in jeder zweiten Reihe, so legen es zumindest die Renderings nahe, installiert Lufthansa nur einen Mittelsitz.

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Neue Lufthansa Business Class, © Lufthansa

Einzelsitze in der Business Class seien für die 2020er Jahre "mehr oder minder ein Muss", sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister vor Medienvertretern in Mai. Die Polster der neuen Sitze werden die Schultern in Seitenlage "gemütlich einsinken" lassen, Lufthansa verspricht "besten Schlaf".

Lufthansa wird die neue Business Class laut Insidern auch bei Swiss und Austrian nachrüsten, um das Produkt-Patchwork auf der Langstrecke durch einheitliche Standards zu ersetzen. Die neuen Sitze sollen sich über eine App steuern lassen, ebenso weitere Funktionen der neuen Kabinenwelt.

Aufgewertete Premium Economy

Lufthansa hat 2013 34 Boeing 777-9 bestellt, um ältere Vierstrahler zu ersetzen. Für 14 Flugzeuge steht eine Auftragsbestätigung allerdings noch aus.

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Neue Lufthansa Business Class, © Lufthansa

Die 777X zündet die nächste Modernisierungsstufe auf der Lufthansa-Langstrecke. In der A350-900 verzichtete der Konzern auf den Einbau einer First Class und zieht für die 777X die Alternative einer "Business Plus" in Betracht. Die Premium Economy will Lufthansa an Bord der neuen Boeing-Flotte auffrischen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 23.11.2017 15:28

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Beitrag vom 24.11.2017 - 10:01 Uhr
Der Kollege, der mit seinen Suiten als einziges Stammtischargument poltert, sollte sich ggf. mal mit dem Gesamtpaket beschäftigen, welches derzeit geplant ist. Aus einem aktuellen Blog:


"Der Sitz wird mind. 2 Meter lang sein und über eine Breite von 75 cm verfügen

In Schlafposition beträgt die Breite über 80 cm. Die Sitzauflage erkennt beim Schlafen auf der Seite die Gewichtseinwirkung und passt den Härtegrad an, sodass die Wirbelsäule immer gerade bleibt. Ich habe probe gelegen und das Platzangebot ist sensationell. Ich bin 1,90m groß und die spürbare Schulterfreiheit ist ein großer Mehrwert

Alle Sitze verfügen über besonders viele Stauflächen, im Center Seat gibt einen separaten Schreibtisch, an dem produktives Arbeiten möglich sein soll.

Dieser Sitz verfügt neben den Fenstersitzen, meiner Meinung nach auch über die größte Privatsphäre

Mobile Endgeräte können bei Ablage auf der Konsole per Induktion gelandet werden

Die Sitzverstellung, die Lüftung und das Licht am Sitz kann über das eigene mobile Endgerät angepasst werden

Der Sitz verfügt über eine eigene kleine Minibar und die Monitore werden größer"
Beitrag vom 24.11.2017 - 09:27 Uhr
Bis 2020 werden verschlossene Suiten State-of-the-art sein (wenn sie es nicht schon längst sind) und die Lufthansa wird wieder den anderen hinterher hinken.


Um Himmels willen, wer will das denn?
Die aktuellen Trennwände erinnern ja schon ganz stark an die "Cubicle Farms" der heutigen Großraumbüros ...
Aber bei "verschlossenen Suiten" in vergleichbarer Größe muss man kein Klaustrophobiker sein, um damit Probleme zu haben.
Gruselige Vorstellung ...
Beitrag vom 23.11.2017 - 18:53 Uhr
Mir erschließt sich der Benefit dieser Anordnung nicht wirklich. Wie auf der Abbildung zu sehen ist versucht man wohl durch eine Neigung der Sitze die volle Breite der 777X auszunutzen und damit mehr Passagiere auf dem vorhandenen Raum unterzubringen. Dadurch entsteht wohl jede zweite Reihe ein Einzelsitz.

Ich vermute, wenn man die Sitze wie bei Etihad und Qatar entgegengesetzt installieren würde wäre der Platz wohl effizienter genutzt da hier der Einzelsitz entfällt.

Bis 2020 werden verschlossene Suiten State-of-the-art sein (wenn sie es nicht schon längst sind) und die Lufthansa wird wieder den anderen hinterher hinken.

Warum orientiert man sich nicht einfach am derzeitigen Branchenprimus (QSuites) und versucht mit wenigen Verbesserungen (Bessere Vernetzung, bessere Einbindung der Apps, usw.)ein 2020 konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen???


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