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Lufthansa meldet sich in Asien zurück

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Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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MÜNCHEN - Lufthansa lässt nach sechsjähriger Flugpause München - Singapur wieder aufleben. Seit Ende März fliegt die Airline die Linie fünf Mal pro Woche mit einem Airbus A350 auch wieder selbst und erhöht die Kapazität auf der Strecke dadurch um 40 Prozent. Der Konzern findet sich wieder besser in Asien zurecht.

Die Verbindung nach Singapur koordiniert Lufthansa weiterhin mit Singapore Airlines. Dass Lufthansa nun auch wieder eigenes Metall auf den Weg schickt, ist kennzeichnend für ihre neue Asien-Strategie.

"Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung in Asien-Pazifik", sagte der noch für die Region zuständige Lufthansa-Manager Dieter Vranckx "Flightglobal". "China, Japan, Südost-Asien und Indien werden die zentralen Wachstumstreiber sein. (...) Es gibt definitiv eine steigende Nachfrage aus der Region."

Lufthansa stellte fünf Airbus A380 Ende März auch für Flüge nach Peking und Hongkong nach München ab. Laut Vranckx zeigt China einen besonders deutlichen Aufwärtstrend. Peking habe sich stark entwickelt und Chengdu, Shenzhen, Guangzhou und Shenyang "stehen auf unserer Watchliste".

Lufthansa ging im September 2016 nach zweijährigen Verhandlungen einen Pakt mit Air China ein, der auch Flüge der Tochtergesellschaften Austrian und Swiss enger mit dem chinesischen Markt verzahnt. Vom Schulterschluss mit Air China verspricht sich Lufthansa Vorteile bei der Zuteilung von Slots.

"Wir können wie ein zusammengehöriges Unternehmen handeln, auch wenn wir getrennte Airlines betreiben", beschrieb Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Strategie, in der Lufthansa und Air China "Einnahmen, Risiken und Vorteile auf den gemeinsam betriebenen Routen teilen".

Das Joint Venture mit Air China ist nicht das einzige seiner Art, das Lufthansa in Asien unterhält. Flugpakte mit All Nippon Airways (ANA) und Singapore Airlines holen Marktanteile zurück, die Lufthansa in den Vorjahren an die Golfairlines Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways verloren hatte.

Lufthansa scherte bei der Partnerwahl für Asien-Pazifik 2017 zweimal aus den Strukturen der Star Alliance aus und fädelte Codeshare-Flüge mit Jet Airways und Cathay Pacific ein. Vranckx wird für diese Partnerschaften nur noch bis Ende April zuständig sein - der Manager wechselt als Vize zu Brussels Airlines.

Neuer Anlauf auf Singapur und Tokio

Lufthansa hatte die eigene Direktverbindung zwischen München und Singapur mit Weiterflug nach Jakarta zum Ende des Sommerflugplans 2012 gekappt, dies seinerzeit allerdings auch mit dem Münchner Bürgerentscheid gegen den Bau einer dritten Start- und Landebahn begründet.

Austrian Airlines nimmt im Mai ebenfalls eine seit 2016 pausierte Asien-Linie wieder ins Programm: die Airline kehrt mit einer Boeing 777 und fünf Flügen pro Woche nach Tokio-Narita zurück.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 03.04.2018 12:12

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Beitrag vom 03.04.2018 - 16:38 Uhr
Chonqing als eine der grössten Städte der Welt wird schon lange in Erwägung gezogen.
Leider ist es nicht so, dass man sagt wir fliegen da jetzt einfach mal hin und gut ists.
Das Yield Management in Zusammenarbeit des Regionalleiters für China prüft das sehr penibel, ob so was machbar und lukrativ sein kann. Dann müssen natürlich auch die chinesischen Behörden den Verkehrsrechten zustimmen usw.
Ausserdem prüft man natürlich, ob so was mit einer Partnerairline nicht auch günstiger ist.
Das gilt für alle anderen möglichen Routen ebenso.
Beitrag vom 03.04.2018 - 16:03 Uhr
Shenyang wird wieder angeflogen.

Shenzhen und Chengdu sind durch Air China angebunden.

Es fehlen in China eigentlich nur noch Xi’an, Guangzhou, Tianjin und Chonqing.
Dazu sollten Saigon, Hanoi und Kuala Lumpur endlich wieder aufgenommen werden.


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