"Rheinische Post"
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Sabotageverdacht bei der Flugbereitschaft

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Luftwaffe A340-300 Konrad Adenauer, © Deutsche Lufthansa AG

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BERLIN - Wegen der seit Monaten andauernden Pannenserie bei den Maschinen der Flugbereitschaft der Bundeswehr wird nach Informationen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag) innerhalb der Bundesregierung über mögliche Sabotage oder Cyberattacken als Ursache spekuliert.

Für alle Ausfälle bei den Flugzeugen gibt es nach Angaben des Unternehmens Lufthansa Technik, das die Maschinen wartet, zwar technische Erklärungen.

Aber die Häufigkeit und die Umstände der Vorfälle haben inzwischen Argwohn im Kanzleramt, im Außenministerium und auch bei der Bundeswehr ausgelöst, erfuhr die Zeitung von beteiligtem Personen. Auch bei der Lufthansa gebe es wegen der Unruhe, hieß es.

Der Verfassungsschutz hatte demnach unmittelbar nach der Notlandung des Airbus "Konrad Adenauer" mit Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz an Bord Ende November 2018 die Frage nach Sabotage und Cyberangriffen aufgeworfen. Bestätigen ließ sich der Verdacht jedoch nicht.

Notlandung in Schönefeld

Zuletzt war die Global 5000 "14+01" der Bundesregierung unmittelbar nach einem Wartungsvorgang in Berlin in eine gefährliche Luftnotlage geraten - die Piloten berichteten nach einer dramatischen Notlandung in Schönefeld über "gravierende Probleme mit der Flugsteuerung" des Jets kurz nach dem Start Richtung Köln-Bonn.

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Für den Transport ranghöchster Regierungsmitglieder wird die Flugbereitschaft drei Airbus A350-900 beschaffen.
© aero.de, OTS | Abb.: Luftwaffe | 01.06.2019 14:50

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Beitrag vom 02.06.2019 - 13:31 Uhr

Dass der Verfassungsschutz seinen Job macht und diese statistisch ungewöhnliche Häufung von Vorfällen zumindest mal untersucht kann man ihm ja kaum vorwerfen, oder?

Wird bestimmt lustig, wenn der Verfassungsschutz feststellt: die Anzahl der Ausfälle entspricht der Erwartung bei vernachlässigter Wartung.
Beitrag vom 02.06.2019 - 06:43 Uhr
Jetzt drehen die im Bundeskanzleramt und beim Verfassungsschutz vollständig durch. Eine solche Behauptung in die Welt zu setzen und dazu keine Begründung zu liefern ist ein sehr starkes Stück. Es ist Verleumdung und Beleidgung all der Menschen, welche mit diesen Flugzeugen zu tun haben.

Als Staatsbürger schlage ich vor diese private Luxus- und Prestigeairline für die Lustreisen von drittklassigen Politikern (die können noch nicht einmal einen Flugplatz in 12 Jahren in Berlin bauen, aber das Maul weit aufreisen, das können sie - selbst wenn man die weltberühmte Berliner Schnauze berücksichtigt) abzuschaffen. Die sollen mit der Bahn fahren oder mit Linie fliegen. Insbesondere wenn sie solche ungeheuerlichen Behauptungen von Sabotage ohne jede Begründung und Beweis erheben! Das entspricht dem Stil antidemokratischer Diktatoren.

Wozu die Aufregung? Der entscheidende Satz steht doch im Artikel:
Bestätigen ließ sich der Verdacht jedoch nicht.

Dass der Verfassungsschutz seinen Job macht und diese statistisch ungewöhnliche Häufung von Vorfällen zumindest mal untersucht kann man ihm ja kaum vorwerfen, oder?

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2019 06:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.06.2019 - 21:41 Uhr
Nein, das haben sie nicht verstanden.

"Die Gefahr von außen" ist keineswegs eine alte und primitive Methode um BS durchzusetzen.
Wenn uns Norwegen (mal wieder) abhängt braucht der Bund mehr Kompetenzen im Bildungsbereich und wenn die Russen und Amerikaner und Chinesen die Regierungsflieger der so wichtigen BRD sabotieren braucht man eben neue Flieger aus Gold und eine Eurofighter Eskorte.

Das was sie behaupten ist postfaktisch, natürlich brauchen wir das.
Wenn unser Land international nicht mithalten kann muss unsere Regierung eben mit unseren A350 auf unseren Reisen in unser Ausland für uns Eindruck schinden.


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