Neustart nach Zwangspause
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Turkish Airlines geht in die Vollen

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Turkish Airlines Boeing 737-800 am IGA, © IGA

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ISTANBUL - Bis März flog keine andere Fluggesellschaft weltweit in mehr Länder als Turkish Airlines. Dann kam Corona, und das Geschäft des Flag Carriers vom Bosporus lag brach. Seit dem 11. Juni fliegt Turkish Airlines wieder international - und expandiert mit rasantem Tempo.

Der Neustart ist geglückt – und wie! Schon eine Woche nach der Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs am 11. Juni setzte sich Turkish Airlines an die Spitze der europäischen Airlines, was die Zahl der planmäßigen Linienflüge angeht.

Am 17. Juni knackten die Türken laut Angaben von Eurocontrol erstmals die Marke von 400 Flügen pro Tag. Das war seit dem 24. März in Europa keiner Airline mehr gelungen. Für den Zeitraum vom 15. bis zum 29. Juni weist die Statistik von Eurocontrol für Turkish Airlines eine weitere Steigerung auf insgesamt 432 Flüge täglich aus. Damit ist Turkish europaweit einsame Spitze - trotz der in Deutschland nach wie vor geltenden Reisewarnung für die Türkei.

Weitere Expansion im Juli

Jene Reisewarnung indes hält die Airline nicht davon ab, auch zahlreiche Ziele im deutschsprachigen Raum wieder regelmäßig anzusteuern. So fliegt Turkish inzwischen nach Berlin-Tegel, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart.

In der Schweiz werden Basel und Zürich bedient, in Österreich stehen Salzburg und Wien im Flugplan. Während Turkish Airlines im Juni international in rund 20 Länder flog und unter anderem Ziele in den USA wieder in den Flugplan aufnahm, zog auch der Inlandsflugverkehr deutlich an. Diesen Kurs will der Carrier fortsetzen: Für den Juli plant Turkish nach eigenen Angaben mit 40 nationalen und 123 internationalen Flugzielen. Dazu gehören seit dem 1. Juli auch Rom sowie die bulgarische Hauptstadt Sofia.

Istanbul eröffnet dritten Runway

Fast zeitgleich mit dem Neustart von Turkish Airlines konnte das Drehkreuz der Airline, der neue Istanbuler Flughafen, außerdem die Eröffnung seiner dritten Start- und Landebahn vermelden. Damit ist künftig gewährleistet, dass drei Flugzeuge gleichzeitig in Istanbul starten oder landen können.

Mehmet Ilker Ayci, Chef des Verwaltungsrats von Turkish Airlines, gab sich angesichts der jüngsten Entwicklungen optimistisch: Er sei fest davon überzeigt, dass der Flugverkehr nach Überwindung der Krise stärker als je zuvor zurückkomme. Zumindest seine Airline scheint in dieser Hinsicht auf einem guten Weg zu sein.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: IGA | 03.07.2020 16:15

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Beitrag vom 03.07.2020 - 20:25 Uhr
Wenn alle verkauften Fluege auch operiert werden wie geplant, dann HUT AB!!!
Es geht auch anders und der zahlende Kunde hat das Nachsehen!! :-(
 https://www.touristik-aktuell.de/nachrichten/verkehr/news/datum/2020/07/02/lufthansa-starke-welle-von-flugstreichungen/
Im Moment wird kaum eine Fluggesellschaft in Europa profitabel in die Luft gehen, aber die Kunden zu vergraulen ist dann auch noch eine ueberaus unfeine Art wie das die lokalen Anbieter im Moment vollziehen.
TK: WOW . . .
Service gut, Verbindungen gut, Angebot ueberdurchschnittlich, Komfort perfekt im Vergleich zu JEDEM anderen Mitbewerber in Europa, TOP!
Beitrag vom 03.07.2020 - 19:58 Uhr
Und wie ist die Auslastung? Es ist nicht schwer auf Kosten der Steuerzahler leere Maschinen zu bewegen.

Inbound ziemlich schlecht, aber das sollte ja nachvollziehbar sein. Outbound in angesicht der aktuellen Situation gut. (>55%)
Beitrag vom 03.07.2020 - 18:22 Uhr
TK könnte mittelfristig auch nach Lübeck fliegen. Mehrmals die Woche eine A319 - das könnte klappen. Dann wäre TK für Lübeck das, was Emirates für Hamburg ist. Und: Irgendwie müssen sie ja den neuen Airport am Bosporus auslasten .... :)

Dieser Beitrag wurde am 03.07.2020 18:39 Uhr bearbeitet.


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