Flughafen Frankfurt
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Zwischen zwei Lufthansa-Flugzeugen wurde es eng

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Lufthansa Airbus A340-300, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Zwei Flugzeuge der Lufthansa sind sich im Luftraum des Frankfurter Flughafens ein Stück zu nahe gekommen.

Frankfurt, 13. Juli 2019: Lufthansa-Flug 1015 aus Brüssel - die CRJ900 D-ACND - hat im Anflug auf Landebahn 25R Schwierigkeiten mit den Windverhältnissen - die Piloten brechen die Landung 90 Meter über Boden ab und starten durch.

Nahezu zeitgleich hebt Lufthansa-Flug 780 - der Airbus A340-300 D-AIGO - von Startbahn 25C zu einem Flug nach Nanjing ab.

In beiden Cockpits schlägt das Kollisionswarnsystem TCAS an - die CRJ-Piloten haben die A340 jedoch längst bemerkt. Flugsicherung und die beteiligten Crews stellen schnell wieder sicheren Abstand her - die A340 dreht nach links, die CRJ900 nach rechts ab.

Der Zwischenfall wird jetzt von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) analysiert. Nach Daten der Lärmmessanlagen näherten sich die Flüge einander bis auf 15 Meter vertikal und 900 Meter horizontal an.

Diese Meldung basiert auf Informationen des Dienstes "The Aviation Herald" und wird von aero.de in Lizenz veröffentlicht.
© aero.de | 18.07.2019 11:14

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Beitrag vom 21.07.2019 - 12:09 Uhr
Seltsam, aber genau die im Artikel beschriebene Situation war doch ein ganz wesentliches Argument für den Bau der Nord-West-Bahn - und das ist doch die 25R? Die NW-Bahn sollte doch ausreichenden Abstand zu 25C haben um einen parallelen Start- und Landebetrieb gewährleisten zu könnwn, Und jetzt dieses Szenario? Wie ist das denn zu verstehen?

25R darf nur für Landungen benutzt werden! 25L und 25C sind zu nah für independant parallel approaches, deswegen Anflüge auf 25R und 25L. Alle Starts werden dafür von der 25C und 18 abgehandelt (je mach SID / Abflugrichtung

Ja richtig. Steht auch im Artikel "- hat im Anflug auf Landebahn 25R Schwierigkeiten mit den Windverhältnissen - die Piloten brechen die Landung 90 Meter über Boden ab und starten durch."

Gut, 25R im Landeanflug und durchgestartet und 25C Start. Also beide in dieselbe Richtung. Genau wegen diesem Szenario - Start auf der einen Bahn und Durchstarten auf der anderen Bahn sind auch die Sicherheitsmindestabstände zwischen den Bahnen vorgesehen. Deshalb geht der Parallelbetrieb mit 25L und 25C eben nicht. OK - aber wie kann es beim Parallelbetrieb zwischen 25R und 25C zu einer solchen Situation kommen? Das dürfte nicht sein!

Ich glaube Sie haben einiges nicht richtig verstanden! Es findet sehr wohl Parallelbetrieb zwischen 25L und 25C statt! 25L, 25C und 25R werden alle drei gleichzeitig genutzt, sonst hätte ja die neue Nordbahn keinerlei Kapazitätsvorteil gebracht.
In West Konfiguration werden Landungen auf der 25R und L durchgeführt (parallel) dazwischen werden die Starts auf der 25C und 18 raus gelassen.
Man könnte auch gleichzeitig auf 25L und 25C anfliegen (so wie es ja früher jahrzehntelang gemacht wurde) aber das sind dann keine „independant parallel approaches“ was bedeutet dass die Flugzeuge nicht nur ihre Staffelung zum vorausfliegenddn Flugzeug brauchen sondern auch noch zum parallel anfliegenden. Für den Laien einfach gesagt muss man „versetzt“ anfliegen so wie in manchen Autobahn Baustellen wo bei LKWs versetzt gefahren werden muss, das kostet natürlich auch Kapazität.

Für die Staffelungsunterschreitung in diesem Fall kann es viele Gründe geben. Ein nicht exakt geflogenes Fehlanflugverfahren, eine zu frühe Startfreigabe...

Die BFU hat es nichtmal für nötig gehalten eine Untersuchung zu starten, die Positionsdaten von den Lärmmessgeräten zu nehmen ist auch eher ein schlechter Witz
Beitrag vom 21.07.2019 - 10:08 Uhr
Ganz genau wird es hier beschrieben:

 https://www.fraport.de/content/fraport/de/nachbarschaft-region/flugverfahren/betriebsrichtung/bahnensystem.html

" Das Bahnensystem des Frankfurter Flughafens umfasst vier Start- und Landebahnen, von denen drei parallel zueinander verlaufen.

Während die "Nordwestbahn" eine reine Landebahn ist, dürfen die "Südbahn" und die "Centerbahn" sowohl für Starts als auch für Landungen genutzt werden.

Die vierte, in Nord-Süd-Richtung verlaufende, als "Startbahn 18" oder auch "Startbahn West" bezeichnete Piste darf ausschließlich für Starts in Richtung Süd genutzt werden."
Beitrag vom 20.07.2019 - 17:20 Uhr
Seltsam, aber genau die im Artikel beschriebene Situation war doch ein ganz wesentliches Argument für den Bau der Nord-West-Bahn - und das ist doch die 25R? Die NW-Bahn sollte doch ausreichenden Abstand zu 25C haben um einen parallelen Start- und Landebetrieb gewährleisten zu könnwn, Und jetzt dieses Szenario? Wie ist das denn zu verstehen?

25R darf nur für Landungen benutzt werden! 25L und 25C sind zu nah für independant parallel approaches, deswegen Anflüge auf 25R und 25L. Alle Starts werden dafür von der 25C und 18 abgehandelt (je mach SID / Abflugrichtung

Ja richtig. Steht auch im Artikel "- hat im Anflug auf Landebahn 25R Schwierigkeiten mit den Windverhältnissen - die Piloten brechen die Landung 90 Meter über Boden ab und starten durch."

Gut, 25R im Landeanflug und durchgestartet und 25C Start. Also beide in dieselbe Richtung. Genau wegen diesem Szenario - Start auf der einen Bahn und Durchstarten auf der anderen Bahn sind auch die Sicherheitsmindestabstände zwischen den Bahnen vorgesehen. Deshalb geht der Parallelbetrieb mit 25L und 25C eben nicht. OK - aber wie kann es beim Parallelbetrieb zwischen 25R und 25C zu einer solchen Situation kommen? Das dürfte nicht sein!


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