Community / / US-Politiker nehmen F-35-Programm in...

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 01.05.2021 - 20:32 Uhr
UserGaidi
User (31 Beiträge)
Anderes Spielfeld, selbe Klagen: Scheint in dieselbe Kerbe zu schlagen, wie diverse Airline Manager, u.a. Tim Clark bei Emirates, es tun gegenüber den Triebwerksherstellern für zivile Flugzeuge und auch Boeing und Airbus. Sie scheinen die Nase voll davon zu haben, unreife Produkte zu bekommen, die dann auf Kosten der Betreiber im eigentlichen Einsatz sozusagen die letzte Testphase durchgehen. Scheint beim Militär ja auch durchaus die gängige Methode zu sein.
Wenn man sich einmal anschaut, welche Erfolge und Entwicklungen die Flugzeuge (speziell Militär) in den beiden Zeiträumen 1940-1980 und 1980-2021 durchgemacht haben, dann erkennt man recht schnell eine deutlich sichtbare Abflachung der Kurve zu dem hin, was noch machbar scheint. Anstelle Peak Oil sozusagen Peak Aircraft. Hyperbolische Annäherung and "nichts mehr drin". Die Physik hängt dem ganzen immer mehr einen Riegel vor die Wünsche.
Hängt wahrscheinlich auch mit möglicherweise unrealistischen Wünschen zusammen, die an die Hersteller gerichtet werden.
Und man fragt sich natürlich auch, gegen wen diese F35 eigentlich genutzt werden sollen. China oder Russland? Für eine Fortsetzung "Taliban 2.0" oder dergleichen täten es ja auch F-15 etc., sogar mit Overkill Faktor... Aber das ist eine ganz andere Geschichte...
Beitrag vom 01.05.2021 - 21:59 Uhr
Userdlehmann66
User (416 Beiträge)
Also in der Zivilbranche gibt es Vorgaben was wie und wie lange zu testen ist.
Alles kann man nicht alles testen z.B. kann man kein Flottenbetrieb über viele 1000 Cycles testen und auch kein Betrieb mit Passagieren und auch die Wartungsanweisungen werden immer detailierter desso mehr die Karre atert und man bei der Wartung dazu lernt.

Das ist bei der Bahn auch so. Kein Lok oder Zughersteller hat Passagiere und darf mit Passagieren testen und er hat auch keine 1000de Gleiskilometer mit verschiedenststen Kurven, Bergen und Stössen. All das kann man erst im Betrieb lernen und ausbessern. so kommt es, dass Züge wie besoffen schwanken bei der Auslieferung, weil der Zug vol beladen über ein normales Gleisprofil mit Stössen schwankt, weil die Dämpfer falsch abgestimmt sind und nach Tests per Software nachgestellt werden müssen. Das geht nur im Livebetrieb und hatte man auch vorher nur mit der Testcrew nie.
Beitrag vom 01.05.2021 - 22:55 Uhr
UserScheh
User (57 Beiträge)
Damit ist das Ding im Betrieb immer noch viel günstiger als der Eurofighter, der irgendwo zwischen 60-80k€/h liegt.
Beitrag vom 02.05.2021 - 06:44 Uhr
UserEricM
User (2911 Beiträge)
Anstelle Peak Oil sozusagen Peak Aircraft.

Ich sehe hier eher einen Konflikt zwischen steigender Produkt-Komplexität und bestehender Regulierung. Also vielleicht eher ein "Peak Complexity"
Viele Firmen versuchen heute im Miltärbereich, in der zivilen Luftfahrt und im Hightechbereich Systeme zu entwickeln, deren interne wie externe Komplexität, gerade durch die tiefere Vernetzung von Subsystemen, um Größenordnungen höher ist als die ihrer Vorgänger-Generationen.

In nicht/wenig regulierten Bereichen können Entwicklungs-, Produktions- und Testverfahren ohne äußere Sachzwänge an die neuen Anforderungen angepasst werden - was immer noch schwierig genug ist.
In regulierten Bereichen wie den o.g. jedoch gibt es Vorschriften für Testverfahren oder die Produktion, Abnahme, etc., deren Wurzeln in die 40er und 50er Jahre zurückreichen und deren Änderung sehr langsam abläuft.
Zudem ist gerade in der Fliegerei Zuverlässigkeit oberstes Ziel, der die steigende Komplexität ebenfalls abträglich ist.

Als simples Beispiel könnte man die Motorenentwicklung im UL Bereich nehmen. Da werden zB. 2021 mit Rotax 91x Motoren im Prinzip 80er Jahre Vergasermotoren mit leichten Facelifts verkauft.
Und dann vergleichen wir das mit der Entwicklung von, sagen wir mal BMW Aggreaten in den letzten 35 Jahren...
Dafür gab es gemessen an den Ausfällen pro gebauter Einheit bei Rotax deutlich weniger ...

Das führt im Laufe der Zeit zu einer immer größeren Kluft zwischen dem was zB in Hightech-Startups möglich scheint und was tatsächlich als Produkt etablierter Hersteller in regulierten und sicherheitskritischen Bereichen trotz teils exorbitanter Kosten auf den Markt kommt.

Dieser Beitrag wurde am 02.05.2021 08:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.05.2021 - 11:09 Uhr
UserKarl__Rapp
User (182 Beiträge)
Keine Ahnung was du uns sagen willst.

Ein "Funktionsnachweis durch Simulation" wäre oft durchaus sinnvoll falls es das ist was du forderst.

Für die Serie (bzw. Realität) zu entwickeln war aber schon immer viel schwieriger als Prototypen, daran hat sich auch heute nichts geändert.
Beitrag vom 02.05.2021 - 14:46 Uhr
UserVJ 101
User (847 Beiträge)
Damit ist das Ding im Betrieb immer noch viel günstiger als der Eurofighter, der irgendwo zwischen 60-80k€/h liegt.

Hilft ja nichts, wenn das eine kleine Motörchen wegen Überforderung heißläuft ;-)
Beitrag vom 03.05.2021 - 10:15 Uhr
UserEricM
User (2911 Beiträge)
Ein "Funktionsnachweis durch Simulation" wäre oft durchaus sinnvoll falls es das ist was du forderst.

Nein, das steht in meinem Text nicht ...
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