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Eurowings will in nordeuropäischen Flugmarkt einsteigen

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Eurowings Airbus A320, © Eurowings

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FRANKFURT - Lufthansa bringt Eurowings mit neuen Standorten gegen Easyjet und Ryanair in Stellung. Die Planer sehen für die Zeit nach der Krise Potenzial für Flüge aus "Metropolen in Skandinavien und Osteuropa". Eurowings wird die Strategie in den nächsten Monaten festlegen.

Eurowings will den Neustart der Luftfahrt nach der Krise für eine Expansion auf der europäischen Landkarte nutzen.

"Als Deutschlands führender Ferienflieger wollen wir grundsätzlich auch wieder paneuropäisch wachsen", bestätigte ein Sprecher der Airline laufende Planungen gegenüber aero.de. Neben den derzeitigen EU-Basen in Mallorca, Österreich und im Kosovo prüft die Airline derzeit "weitere internationale Basen in Europa".

Lufthansa setzt Eurowings dem Expansionsdrang von Easyjet, Ryanair und Wizz Air entgegen. "Diese Krise wird bestimmte Marktteilnehmer schwächen", bekräftigte Easyjet-Chef Johan Lundgren kürzlich in der "Mail on Sunday" die Absicht, Chancen auf Wachstum nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Eurowings wird ab Mai von der Basis Palma aus Flüge nach Birmingham und Manchester anbieten. "Wir wollen das Euro in Eurowings stärker entwickeln und mit neue Angeboten Wachstumschancen nach der Krise schaffen", sagte der Sprecher. "Derzeit schauen wir uns insbesondere Metropolen in Skandinavien und Osteuropa an."

Entscheidung noch 2021

Gerade auf dem skandinavischen Flugmarkt werden die Karten nach der Krise neu gemischt: Norwegian ist knapp an einer Pleite vorbeigeschrammt und will mit 50 Beoing 737-800 als wesentlich kleinere Airline einen Neuanfang suchen. Finnair und SAS haben Netz und Flotten in der Krise ebenfalls ausgedünnt.

Eine Entscheidung über konkrete Standorte werde "in den nächsten drei bis neun Monaten" fallen, sagte der Eurowings-Sprecher. "Die Eröffnung einer oder mehrerer internationalen Standorte ist für 2022 geplant -allerdings immer unter der Prämisse, dass sich der Luftverkehr wieder normalisiert und Reisebeschränkungen gelockert werden oder wegfallen."
© aero.de | Abb.: Eurowings | 21.04.2021 13:13

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Beitrag vom 21.04.2021 - 20:12 Uhr
Leider zu spät.
Warum zu spät, die Gelegenheiten bieten sich doch erst jetzt. Steht doch so im Artikel.
Osteuropa ist ein sehr interessanter Markt für LCC.
Ah ja.
Bestes Beispiel Zagreb. Hier waren bisher keine LCC vorhanden.
Wo waren die denn, wenn das ein so interessanter Markt ist?
Lufthansa und Star Alliance haben einen Marktanteil von über 70%. Jetzt hat sich den Markt Ryanair geschnappt mit der Errichtung einer Base und der Ankündigung deutlich auszubauen.
Ok, mal langsam. Die einen haben 70% und jetzt kommen andere und schnappen sich den Markt? Mit 2 stationierten Flugzeugen und wollen dann ausbauen? Jetzt wäre interessant zu wissen, warum die da 20 Jahre lang nicht waren und was jetzt anders ist?
Warum hat LH so lange gewartet?
Auf was? Bisher hat sich das FS Produkt doch gut verkauft, gab ja keine LCC. Wieso sollte man das ohne Not abstellen und den Yield senken?
Gilt für viele Standorte, an denen Wizz / Ryanair und Easy bereits sehr stark sind.
Nun, man kann nicht überall sein und warum in einen Markt gehen, der schon von den Dreien besetzt ist? Deswegen bewertet man ja gerade, wo was gehen könnte.
Wenn aber nichts gehen könnte, weil Produktionskosten zu hoch, dann bleiben nicht viele Optionen. Damit wären wir wieder bei unseren alten Thema. Entweder ich bin wettbewerbsfähig und kann in dem Spiel "wie erschließe ich mir Märkte" mitspielen, ich spiele nicht mit oder ich verbrenne Geld. Also, was tun?
Beitrag vom 21.04.2021 - 14:46 Uhr
Günstig hat offensichtlich Zukunft ...
Beitrag vom 21.04.2021 - 14:11 Uhr
... alles nur PROMO!
Ich denke die LH Group hat dabei uebersehen, dass im Herbst in Skandinavien gewaehlt wird und wenn auch dort die GREENS ein Wort mitzureden haben, dann sollen Fluegen in Skandinavien pro Jahr und einzelner Person "limitiert" werden.
Also Kontingente vergeben werden.
Somit ist dann Schluss mit Masse und Billigfliegerei, denn dann wird Fliegen richtig teuer und die Staaten kassieren mit.
Wenn da mal die Eurowings / LH Group die Hausaufgaben gemacht hat?
Ich wage es zu bezweifeln. 😄

Ich denke wir alle wissen, wie energisch bereits seit JAHREN in Skandinavien in Sachen Umweltschutz gekaempft und auch umgesetzt wird.
Osteuropa!? Keine Chance gegen WIZZ & Co!

Wieder mal den passenden Startschuss verpennt, waren wohl zu sehr am Kampf gegen den Heimischen Markt und deren Mitbewerber beschaeftigt, nun hilft auch kein Dobrint mehr :-)


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