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F-35 kollidiert mit Hercules und stürzt ab

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Lockheed Martin F-35, © Lockheed Martin F-35

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THERMAL - In Kalifornien ist am Dienstagnachmittag (Ortszeit) eine Lockheed Martin F-35B des US Marine Corps abgestürzt. Zuvor war der Kampfjet offenbar beim Betanken in der Luft mit einer KC-130J Hercules kollidiert. Der Tanker landete bäuchlings auf einem Acker, die Crews überstanden den Vorfall leicht verletzt.

Die Betankung eines Flugzezgs in der Luft erfordert von allen Beteiligten volle Konzentration - auch wenn sie beim Militär zum Alltag gehört. Die Begegnung eines KC-130J-Tankers mit einer F-35B der US Marines am gestrigen Dienstag Uhr über Kalifornien verlief allerdings ganz und gar nicht alltäglich.

Statt anzudocken, zu tanken und wieder davonzufliegen kollidierte der Stealth-Fighter gegen im Flug mit dem Tanker. Die F-35 stürzte ab, die Hercules musste auf einem Acker nahe der Stadt Thermal notlanden. Die Blätter der beiden rechten Propeller sind abrasiert, auch der rechte Tankpod ist abgerissen - mutmaßlich Spuren des Zusammenstoßes mit der F-35.

"Mehr oder weniger ein Feuerball"

Genaue Details zum Hergang gibt es noch nicht. Das Marine Corps hat angekündigt, den Vorfall, der sich gegen 16 Uhr Ortszeit ereignete, eingehend zu untersuchen.

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Ein Augenzeuge berichtete dem Fernsehsender NewsChannel 3, er habe ein Explosionsgeräusch gehört und dann am Himmel zwei Flugzeuge entdeckt, die den Eindruck erweckten, als wären sie kollidiert: "Es war recht offensichtlich. Das eine Flugzeug drehte ab und zog eine Rauchfahne hinter sich her, das andere war mehr oder weniger ein Feuerball."

Hinsichtlich der beteiligten Besatzungen gaben die Marines Entwarnung: Der F-35-Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz, und auch die achtköpfige Crew des Hercules-Tankers überstand die ungeplante Bauchlandung laut offiziellen Angaben ohne gravierende Verletzungen.

Die Untersuchungen laufen

Wie die Marines erklärten, befindet sich die KC-130J nahe des Jacqueline Cochran Regional Airport in Thermal, während die F-35 nach Angaben von NewsChannel 3 nahe des Saltonsees in die Wüste stürzte. ABC News berichtet unter Berufung auf einen Offiziellen des Marine Corps, der Kampfjet sei im japanischen Iwakuni stationiert gewesen. Die Hercules gehöre zur Marine Corps Air Station Miramar in San Diego, Kalifornien. Beide Wracks liegen noch an Ort und Stelle und werden von Unfallexperten inspiziert. Das Militär hat die Bereiche abgesperrt.
© dpa-AFX | Abb.: Lockheed Martin | 30.09.2020 14:28


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