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Easyjet rechnet mit holpriger Erholung

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Easyjet Airbus A320neo, © Anikka Bauer, FBB

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LONDON - Easyjet-Chef Johan Lundgren rechnet mit "risikobasierten" Lockerungen in Europa - und Rücksetzern bei der Erholung der Flugnachfrage. Die Airline hat in der Krise ihre Kosten gestrafft und in Slots investiert. Lundgren stellt sich auf einen harten Wettbewerb um Marktanteile mit Lufthansa und Air France-KLM ein.

"Wir sind als eine der stärksten Airlines in das Ganze hineingeraten", sagte Lundgren dem Eurocontrol-Format "Straight Talk" am Montag. Easyjet sei gut aufgestellt, aus der Krise als "führende Airline" in Europa hervorzugehen.

Trotz steigender Impfquoten wackelt derzeit die geplante Freigabe touristischer Reisen in Großbritannien zum 17. Mai - die Regierung um Premierminister Boris Johnson prüft laut Medienberichten eine Verschiebung des Öffnungstermins auf Ende Juni, um das Land vor einer dritten Infektionswelle in Kontinentaleuropa abzuschirmen.

Easyjet ist auch darauf vorbereitet. "Ich habe nie mit einer linearen Erholung gerechnet", sagte Lundgren. "Es wird immer Schlaglöcher auf diesem Weg geben." Die Rückkehr der Flugnachfrage sei "untrennbar" mit Fortschritten nationaler Impfkampagnen verknüpft - er rechne mit einem "risikobasierten Regelwerk", das Flugreisen in Europa wieder planbar machen werde.

Easyjet schnappt sich Norwegian-Slots

Lundgren hat in der Krise nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch investiert. "Durch den kürzlich erfolgten Erwerb mehrerer Slots im Rahmen eines Vertrags mit Norwegian wird Easyjet seine Flotte in London Gatwick in der Sommersaison 2021 um vier weitere (auf 71, Red.) Flugzeuge erhöhen," ist dem jüngsten Quartalsbericht der Airline zu entnehmen.

Nach Daten des Slot-Koordinators ACL hat die schwer angeschlagene Norwegian am 19. November 2020 35 Gatwick-Slots für die Sommersaison 2021 an Easyjet aufgelassen, sechs Tage später hat Easyjet 87 weitere Slots in Gatwick von Norwegian angemietet.

Easyjet will über seine größte Basis im Sommer 2021 weitgehend das gleiche Netzwerk abdecken wie vor der Krise, wenn auch mit weniger Flügen. Der Marktanteil der Airline in Gatwick dürfte auf einen Schlag um zehn Prozentpunkte auf 54 Prozent steigen.

Ohne die Wettbewerber beim Namen zu nennen, sagt Lundgren Revierkämpfe mit Lufthansa und Air France-KLM voraus. "Milliarden über Milliarden" an Staatshilfen für große Airlinekonzerne werden zu Verzerrungen im Wettbewerb um Marktanteile nach der Krise führen, sagte Lundgren im Gespräch mit Eurocontrol.
© aero.de | Abb.: Günter Wicker / FBB | 23.03.2021 11:05


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