Neuer europäischer Kampfjet
Älter als 7 Tage

MTU stellt Hunderte Mitarbeiter für FCAS-Triebwerk ab

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FCAS - neuer Kampfjet für Europa, © Airbus

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BERLIN - Deutschland, Frankreich und Spanien haben sich vergangene Woche grundsätzlich auf die nächsten Schritte bei der Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Kampfflugzeugs geeinigt. Der Münchner MTU-Konzern stellte Hunderte Mitarbeiter für die Entwicklung des Triebwerks ab.

Durchbruch bei FCAS: Einzelheiten - vor allem zur umstrittenen Nutzung der Rechte am geistigen Eigentum - sollen bis Mitte Mai ausgearbeitet werden, bestätigte eine Regierungssprecherin in Berlin die Einigung zwischen Deutschland, Frankreich und Spanien nach einem monatelangen Tauziehen um das "Future Combat Air System (FCAS)".

Dabei soll eine Verständigung in der Frage erfolgen, welche Patente von allen Beteiligten und welche nur von bestimmten Firmen genutzt werden können.

Die Frage, wer das geistige Eigentum an den Entwicklungen verwenden darf, war bis zuletzt Knackpunkt bei FCAS. Die Vereinbarung darüber soll später als Muster für die Entwicklung eines neuen deutsch-französischen Kampfpanzers verwendet werden, wie die Sprecherin sagte.

Der neue Kampfjet soll ab 2040 nach und nach den von Deutschland und Spanien verwendeten Eurofighter und die französische Rafale ablösen.

An der 100 Milliarden Euro schweren Entwicklung sind die französische Dassault, Airbus und die spanische Indra beteiligt. Die Aufgabenverteilung war umstritten. Es ist das größte europäische Verteidigungsprojekt. Allein die nächste Entwicklungsstufe wird auf 2,5 Milliarden Euro veranschlagt.

Eumet baut die Triebwerke

Zuvor hatten sich bereits die drei Zulieferer - darunter die Münchner MTU Aero Engines - geeinigt, die die Triebwerke für das Kampfflugzeug der nächsten Generation entwickeln sollen.

MTU winkt in der ersten Projektphase ein dreistelliger Millionenbetrag, mehrere Hundert Entwickler in München sollen an dem Projekt arbeiten. In diesem Jahr werde ein kleiner bis mittlerer zweistelliger Millionenbetrag fließen, sagte Finanzchef Peter Kameritsch. Die Entwicklung des Flugzeugs soll 2025 beginnen, 2030 soll es erste Prototypen geben.

MTU Aero und die französische Safran halten jeweils 50 Prozent an der Gemeinschaftsfirma mit dem Namen Eumet für das Triebwerk. Safran werde für Auslegung und Integration zuständig sein, MTU für Instandsetzungs- und Service-Aktivitäten. Operativ ist die spanische Rolls-Royce-Tochter ITP Aero mit von der Partie.
© aero.de, Reuters | Abb.: Airbus | 10.05.2021 08:08


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