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Swiss droht Mindestlohn-Ärger in Genf

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Swiss Airbus A321neo, © Swiss

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GENF - Swiss gibt in der Krise jeden fünften Arbeitsplatz verloren. Vorstandschef Dieter Vranckx trimmt die Lufthansa-Tochter für eine geringere Nachfrage. Die ohnehin heiklen Verhandlungen über den Personalabbau werden von einem drohenen Tarifstreit in Genf erschwert - in der Westschweiz muss Swiss Flugbegleitern künftig deutlich mehr Gehalt zahlen.

Die Streichliste hat es in sich: Swiss nimmt zehn Flugzeuge aus der Europa- und fünf Airbus-Jets aus der Langstreckenflotte, 1.700 Vollzeitstellen brechen weg.

"Wir rechnen mit einem Nachfrage-Rückgang von 20 Prozent", verteidigte Vranckx die Einschnitte im "SRF". "Große Firmen investieren jetzt schon Teile ihres Reisebudgets in Technologie, physische Geschäftstreffen werden zu digitalen Sitzungen umgestaltet. Das wird sich strukturell durch den Markt ziehen."

Noch ist nicht klar, wie Swiss den Personalabbau konkret umsetzen will. Zeitgleich steuert Swiss an der Basis Genf aber auf einen handfesten Gehaltskonflikt mit ihren dort stationierten Flugbegleitern zu, der die Verhandlungen zusätzlich erschweren könnte.

23 Franken pro Stunde

Ein Volksentscheid hat Ende 2020 den Mindestlohn im Kanton Genf auf 23 Franken pro Stunde erhöht. Swiss müsste die Einstiegsgehälter der 200 in Genf stationiereten Kabinenmitarbeiter eigentlich von rund 3.100 Franken auf 4.000 Franken anheben.

Doch bisher sperrt sich die Airline. "Weil die Swiss den neuen Mindestlohn trotz Gesetz in Genf nicht bezahlt, werden wir uns nun an das kantonale Arbeitsinspektorat wenden", kündigte Kapers-Präsidentin Sandrine Nikolic-Fuss gegenüber den Zeitungen des CH-Media-Verbunds Schritte gegen Swiss an.
© aero.de | Abb.: Swiss | 10.05.2021 09:27

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Beitrag vom 12.05.2021 - 20:47 Uhr

Ach das meinen Sie. Doch habe ich, das Condormodell in ZRH. Ob es zur Anwendung kommt weiß ich nicht, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Legal, also möglich, scheint es zu sein. Hatten wir bei LH auch schon mal.

Na dann, viel Spass mit Crews von 10-15 Fliegern im Hotel... kostet ja nichts in Genf. Abgesehen davon bezweifle ich, dass das auf die Dauer mit dem Schweizer Gesetz zu vereinbaren ist. Aber das können Sie selber nachlesen.
Das ist mühsam. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie überhaupt nicht berücksichtigen, was ich geschrieben habe. Sie haben Ihre Richtung und marschieren weiter.
Ich habe geschrieben, ein Flieger weniger würde ja schon reichen, das wären 20 FBs weniger. Von komplettem Ersatz habe ich nie gesprochen.

Und auf die politischen Themen sind sie auch noch nicht eingegangen. Ausser, dass sie 1,5 Mia. als „ein paar Franken“ tituliert haben.
Ach kommen Sie, das ist doch Kinderkram. Sie haben ja auch eine potentielle Einsparung auf einem Roundtrip so bezeichnet, den Begriff habe ich von Ihnen übernommen.

Das ist kein Kinderkram. Das hat die Swiss vor einer Insolvenz gerettet.
Und dagegen ist die Erhöhung des Mindestlohns tatsächlich ein paar Franken.
Siehe oben. Ich spreche von Ersatz einer Stecke, Sie vom Unterschied.
Vielleicht fehlt Ihnen ja nur der Blick auf das was gerade passiert. Da kommen wir natürlich nicht zusammen. Eigentlich passt es doch schon garnicht in Ihr "Heile Welt" Bild der Swiss, die ja einen ganz anderen, partnerschaftlichen Kurs als LH fährt (Ihre Worte). Jetzt zahlen die noch nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn. Das muss man natürlich erst mal verdauen.

Ja der Wind dreht nun mal je nach Chef. Das war die letzten 15 Jahre so und wird weiter so bleiben.
Aber erzählen Sie doch mal was aktuell so passiert?
Das wissen Sie ganz genau. Kündigungen, Verlagerungen, Ausflaggungen, Flottenstilllegungen, Tarifierung, Aufweichung von Kündigungsschutz, ... suchen Sie sich was aus.
Ne danke. Ich gehöre zu der Fraktion, die das Glas nicht immer als halb leer ansieht.
Ich auch. Aber Realität und Mießmachen sind ja unterschiedliche Ansichten
Bis März kann man noch Kurzarbeit beziehen, dann kann man den nächsten Sommer schon besser einschätzen.

Gehören Sie zu der Fraktion „es wird nie wieder so sein wie es war“? Wie schon bei den letzten Krisen?
Ja, aber eher positiv gesehen. Oder was ist denn noch so wie früher? Heute hab ich Crewrest, früher auf dem Container in der Galley gesessen.
Wer behauptet er könne die Zukunft vorhersagen, den kann ich schlicht nicht mehr ernst nehmen.
Stimmt. Ich kenne keinen.

Dann sind Sie ja nicht viel hier im Forum. Davon gibts hier doch ein Haufen.
Wenigstens meinen Sie nicht mich, das ist doch schon mal was ! ;-)

Lassen wir es, wir werden sehen was kommt und hoffen das alles gutgeht.
Beitrag vom 12.05.2021 - 19:19 Uhr

Ach das meinen Sie. Doch habe ich, das Condormodell in ZRH. Ob es zur Anwendung kommt weiß ich nicht, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Legal, also möglich, scheint es zu sein. Hatten wir bei LH auch schon mal.

Na dann, viel Spass mit Crews von 10-15 Fliegern im Hotel... kostet ja nichts in Genf. Abgesehen davon bezweifle ich, dass das auf die Dauer mit dem Schweizer Gesetz zu vereinbaren ist. Aber das können Sie selber nachlesen.

Und auf die politischen Themen sind sie auch noch nicht eingegangen. Ausser, dass sie 1,5 Mia. als „ein paar Franken“ tituliert haben.
Ach kommen Sie, das ist doch Kinderkram. Sie haben ja auch eine potentielle Einsparung auf einem Roundtrip so bezeichnet, den Begriff habe ich von Ihnen übernommen.

Das ist kein Kinderkram. Das hat die Swiss vor einer Insolvenz gerettet.
Und dagegen ist die Erhöhung des Mindestlohns tatsächlich ein paar Franken.

Vielleicht fehlt Ihnen ja nur der Blick auf das was gerade passiert. Da kommen wir natürlich nicht zusammen. Eigentlich passt es doch schon garnicht in Ihr "Heile Welt" Bild der Swiss, die ja einen ganz anderen, partnerschaftlichen Kurs als LH fährt (Ihre Worte). Jetzt zahlen die noch nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn. Das muss man natürlich erst mal verdauen.

Ja der Wind dreht nun mal je nach Chef. Das war die letzten 15 Jahre so und wird weiter so bleiben.
Aber erzählen Sie doch mal was aktuell so passiert?
Das wissen Sie ganz genau. Kündigungen, Verlagerungen, Ausflaggungen, Flottenstilllegungen, Tarifierung, Aufweichung von Kündigungsschutz, ... suchen Sie sich was aus.

Ne danke. Ich gehöre zu der Fraktion, die das Glas nicht immer als halb leer ansieht.
Bis März kann man noch Kurzarbeit beziehen, dann kann man den nächsten Sommer schon besser einschätzen.

Gehören Sie zu der Fraktion „es wird nie wieder so sein wie es war“? Wie schon bei den letzten Krisen?
Ja, aber eher positiv gesehen. Oder was ist denn noch so wie früher? Heute hab ich Crewrest, früher auf dem Container in der Galley gesessen.
Wer behauptet er könne die Zukunft vorhersagen, den kann ich schlicht nicht mehr ernst nehmen.
Stimmt. Ich kenne keinen.

Dann sind Sie ja nicht viel hier im Forum. Davon gibts hier doch ein Haufen.
Beitrag vom 12.05.2021 - 19:04 Uhr
@Bald-Lokführer
Ich fasse es für Sie nochmal zusammen, vielleicht wird es dann leichter zu verstehen.
Da die Kosten aller Bereiche in der LHG konstant neu bewertet werden, besteht die Möglichkeit, dass durch die Kostensteigerung in Genf das bestehende Modell angepasst wird. Soweit die These. Es gibt verschiedene Parameter, die diese These stützen und auch widerlegen. So ist das mit Thesen. Die Entscheider werden das in Summe bewerten und entsprechend handeln.
Da die Entscheider in letzter Zeit eine hohe Agilität und Bereitschaft zu Handeln um Kosten zu senken gezeigt haben, ist meine Befürchtung, dass dies hier passieren könnte.
Es ist gut, dass es vernünftige Mindestlöhne gibt und auch das darauf geachtet wird, dass sie eingehalten werden. Allerdings hat jede Medallie zwei Seiten. Wenn dadurch die Standortkosten steigen und im Vergleich unattraktiv werden, dann sucht sich der Markt andere Standorte.

Sie bleiben vage und bieten keine konkreten Lösungen. Deshalb nochmals: Was gibt es für Alternativen?
Lösungen und Alternativen für was? Wieso vage? Ich habe doch ein paar Strecken genannt, die man umstellen könnte. Ich habe eine Beispielrechnung gemacht, habe verglichen mit dem was gerade sonst noch in der LHG passiert. Was wollen Sie noch, es ist eine These zu Möglichkeiten, mit Beispielen wie es bereits gemacht wird.

Wie gesagt, Sie haben keine konkrete Alternative geboten zu den vielen Flügen von Genf an Destinationen, die keine Basis einer anderen LH Gruppenairline hat.
Ach das meinen Sie. Doch habe ich, das Condormodell in ZRH. Ob es zur Anwendung kommt weiß ich nicht, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Legal, also möglich, scheint es zu sein. Hatten wir bei LH auch schon mal.
Und auf die politischen Themen sind sie auch noch nicht eingegangen. Ausser, dass sie 1,5 Mia. als „ein paar Franken“ tituliert haben.
Ach kommen Sie, das ist doch Kinderkram. Sie haben ja auch eine potentielle Einsparung auf einem Roundtrip so bezeichnet, den Begriff habe ich von Ihnen übernommen.

Vielleicht fehlt Ihnen ja nur der Blick auf das was gerade passiert. Da kommen wir natürlich nicht zusammen. Eigentlich passt es doch schon garnicht in Ihr "Heile Welt" Bild der Swiss, die ja einen ganz anderen, partnerschaftlichen Kurs als LH fährt (Ihre Worte). Jetzt zahlen die noch nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn. Das muss man natürlich erst mal verdauen.

Ja der Wind dreht nun mal je nach Chef. Das war die letzten 15 Jahre so und wird weiter so bleiben.
Aber erzählen Sie doch mal was aktuell so passiert?
Das wissen Sie ganz genau. Kündigungen, Verlagerungen, Ausflaggungen, Flottenstilllegungen, Tarifierung, Aufweichung von Kündigungsschutz, ... suchen Sie sich was aus.
Gehören Sie zu der Fraktion „es wird nie wieder so sein wie es war“? Wie schon bei den letzten Krisen?
Ja, aber eher positiv gesehen. Oder was ist denn noch so wie früher? Heute hab ich Crewrest, früher auf dem Container in der Galley gesessen.
Wer behauptet er könne die Zukunft vorhersagen, den kann ich schlicht nicht mehr ernst nehmen.
Stimmt. Ich kenne keinen.

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2021 19:06 Uhr bearbeitet.


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