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Lufthansa: Langstrecke an der Schwelle zur Erholung

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Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa will mit Ferien- und Langstreckenflügen aus der Krise. "Die Erholung wird im touristischen Segment eine schnellere Entwicklung nehmen als im Geschäftsreisemarkt", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Dienstag in Frankfurt. Eurowings Discover wird weiter ausgebaut.

Noch hinkt die Langstrecke beim Erholungstempo dem Europaverkehr hinterher. Inzwischen buchen aber auch zahlungskräftige Lufthansa-Firmenkunden wieder USA-Flüge für Geschäftsreisen nach der Pandemie.

"Im Transatlantikverkehr stehen alle Zeichen auf eine schnelle Erholung", sagte Spohr am Dienstag vor Investoren. Lufthansa werde im Juli die Kapazität in die USA "signifikant aufstocken". Einen Monat später will Lufthansa auf der Nordatlantikpassage wieder 90 Prozent der Vorkrisenkapazität anbieten - und alle Ziele anfliegen.

Trends wie Nachhaltigkeit und Videokonferenzen werden nach der Krise laut Lufthansa eher im Geschäftsreiseverkehr auf der Kurzstrecke spürbar sein. "Fernflüge, die meist mehreren Reiseanlässen dienen, sind sehr viel schwerer zu ersetzen", sagte Spohr. Der Geschäftsreisemarkt werde sich bis 2024 "mindestens" auf 80 Prozent erholen.

Lufthansa passt das Produktangebot in der Langstreckenflotte an die aktuelle Prognose an. Das Sitzangebot in First und Business Class sinkt vorerst um 30 Prozent. In einigen Flugzeugen will Lufthansa die Business Class dabei zu Gunsten erweiterter Premium-Economy-Kabinen verkleinern.

21 Flugzeuge bei Eurowings Discover

Selbstzahler will Lufthansa mit der neuen Günstigplattform Eurowings Discover in den Urlaub fliegen. Die Airline werde - im Gegensatz zu Eurowings - "kommerziell komplett in die Hubs Frankfurt und München" integriert, zog Spohr einen Vergleich zur Zusammenarbeit von Edelweiss und Swiss in Zürich.

Nach dem Start mit drei A330 in wenigen Wochen will Lufthansa Discover "zum Frühjahr 2022" auf elf A330 und zehn A320 ausbauen. "Das macht dann 21 Flugzeuge", sagte Spohr. Wenn sich Eurowings Discover "so positiv entwickelt, wie wir es erwarten", will Lufthansa mit weiteren Flugzeugen nachlegen.

"Wir haben keine Scope Clause mehr und können das Geschäftsfeld entlang der Marktlage ausbauen."
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 16.06.2021 08:42

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Beitrag vom 16.06.2021 - 18:43 Uhr
. . . na wenn Herr Carsten Spohr das sagt, der ja immer schon mehr am Geschaeft als an der Fliegerei interessiert war.

Komisch, dass genau dieser Herr Spohr auch eine EW-Discover gegruendet hat und das Personal schon seit Nov.2020 bezahlt (seit Mai sogar 100%), aber diese Airline bislang noch nicht ein Flugzeug in die Luft bekommen hat.
Bei dieser Airline Group muessen die Gelder ja nur so in den Ecken herumliegen?! Auch das hat Herr Spohr verkuendet, dass die Lufthansa einen Ferienflieger braucht. SunExpress Deutschland war wohl zu teuer?

Wenn Herr Spohr das sagt, dann wird das auch so sein mit den Geschaeftskunden die nun schnell schon wieder den Transatlantikverkehr aufbluehen lassen. :-)
Ich denke mehr, die Amerikaner werden diese Fluege mit Praemientickets fuellen am Ende und vor allem die First Class, da die ja nun schon wieder die ab Juli eingestzte 747-8 erwarten um billig mit Meilen in der First zu sitzen.
Wenn sich da Herr Carsten Spohr nicht etwas verrechnet hat mit der Rentabilitaet auf der Langstrecke und dem Bedarf der Fliegerei im Vergleich zu Videokonferenzen.

Ich denke, dieser Herr Spohr vergisst dabei immer wieder, dass seine Airline mittlerweile nicht nur grosse Konkurrenz bekommen hat, besonders auf den Transatlantik Strecken sondernseine Airline auch auf dem Kontinent zu einer Billiggesellschaft mutiert ist.
Waehrend andere wieder full Service machen, hat Lufthansa den Service immer mehr reduziert und von Business auf Kontinetalfluegen denke ichkann man NICHT von Business Class sprechen, ich denke hier nur an Mitbewerber wie Turkish Airlines, die noch eine echte Business Class anbietet.
Interkont Fluege, ist Lufthansa weit abgeschlagen (immer noch!) und dieses ausgezeichnete 5* Business Class Produkt ist seit Jahren so zurueckgeblieben, dass sich ein Geschaeftskunde aus Athen oder Mailand auf dem Weg nach New York lieber in eine EMIRATES setzt oder American Airlines mit moderner Ausstattung und OHNE ueber Frankfurt zu fliegen.
Eurowings Discover, z.G. geht es der Tui auch nicht gut, dass diese Plaetze leicht fuer wenig Geld an den Mann gebracht werden koennen.
Andere grosse Veranstalter in Deutschaldn die nicht von Staat abhaengig waren, haben hier schneller reagiert und verkaufen bereits seit Monaten Charter Fluege in die Karibik fuer den Winter und auch nach Thailand, wieder mal war die Lufthansa-Group zu langsam!

Wenn es um ad-hoc Einsaetze und Entscheidungen geht, war bisher IMMER noch die Lufthansa-Group zu langsam!

Mal abwarten, ob Herr Spohr die Geschaeftskunden auch weiterhin mit 50% Rabatt auf die Business Class Tarife locken kann um das Flugangebot so auszulasten, dass seine Worte wahr werden?
Beitrag vom 16.06.2021 - 10:09 Uhr
"Inzwischen buchen aber auch zahlungskräftige Lufthansa-Firmenkunden wieder USA-Flüge für Geschäftsreisen nach der Pandemie."

Für wann buchen denn die Kunden? Dann weiß ich auch wann das Pandemieende gekommen ist :)



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