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Älter als 7 Tage

Swiss will ab Sommer wieder profitabel fliegen

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Swiss Airbus A321neo, © Swiss

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BERN - Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss will laut Angaben ihres Chefs Dieter Vranckx ab Sommer wieder profitabel sein. Dazu bräuchte die Lufthansa-Tochter 50 Prozent der Kapazität von 2019. "Wir gehen davon aus, dass wir das im Sommer erreichen werden", sagte Vranckx in einem Interview mit der "Sonntagszeitung".

Swiss-Finanzchef Markus Binkert hatte Anfang Monat bei der Vorstellung eines umfangreichen Stellenabbaus von bis zu 650 Vollzeitstellen gesagt, die Airline werde auch im zweiten Quartal noch Verluste machen. Für das dritte Quartal mit dem wichtigen Sommergeschäft erwarte Swiss eine Kapazität von 50 bis 55 Prozent. In dieser Größenordnung könne Swiss "cashneutral" fliegen.

Vom Abbau bei Swiss betroffen ist auch die in deren Auftrag operierende Helvetic Airways. Von acht Helvetic-Jets sollen nur noch "bis zu vier Flugzeuge" des Wetlease-Partners zum Einsatz kommen, wie Vranckx sagte.

Aus Sicht der Effizienz und der guten Grösse der Jets wäre es laut dem Swiss-Chef von Vorteil, weniger Helvetic-Flugzeuge zu abzubauen. "Aber man muss auch sensibel gegenüber den Mitarbeitenden sein, weshalb wir bei einem Partner, der nicht zur Lufthansa-Group gehört, stärker reduzieren."

Zuvor hatte unter anderem der Pilotenverband Aeropers ein "Bekenntnis der Airline zu ihren eigenen Piloten" gefordert statt der Auslagerung der Produktion an "Fremdanbieter wie Helvetic".

Maskenpflicht an Bord "wohl noch Jahre"

Der Swiss-Chef rechnet damit, dass die Pandemie neben insgesamt weniger Buchungen und Geschäftsreisen das Fliegen auch für die Passagiere noch länger verändert. "Die Maskenpflicht wird uns wohl noch einige Jahre begleiten", sagte er.

Auch die strikten Regeln beim Einsteigen und bei der Reinigung werde die Airline weiterhin so handhaben. Das gedruckte Bordmagazin werde es nicht mehr geben, sagte Vranckx Es soll durch eine digitale Ausgabe ersetzt werden. Der 47-jährige Vranckx ist seit Januar Chef von Swiss. Bis Ende 2020 leitete er die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines.
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 16.05.2021 15:07

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Beitrag vom 17.05.2021 - 15:45 Uhr
… dieser Gewinn wird zu einem Teil auf dem Rücken des Personals erwirtschaftet sein.

Ist denn das nicht immer so?

Nicht ganz: Zuvor war SWISS so profitabel, dass auch das Personal profitiert hat. Jetzt soll das SWISS-Personal (nach 780 Kündigungen) Zugeständnisse machen, damit auch ja die Marge wieder auf 8% gehoben werden kann. Diese Zahl steht sakrosankt im Raum und dafür soll das dezimierte Rest-Personal ruhig den Gürtel enger schnallen.
Mit welcher Marge könnten sie denn leben oder wollen Sie wie die Condor enden, die jahrelang so um die 3-4% lag und nicht investieren konnte? Als Netzwerker kämpfen alle um den gleichen Umsteige-Gast. Ob von Stockholm nach Malaga oder Chicago nach Delhi. Selbst in den gerne zitierten Jahren der Milliardengewinne lag die Marge des schärftsen europäischen Wettbewerbers British Airways um 40% höher. Da lässt es sich leichter wirtschaften und auch man die Preise senken, um die Gäste an Bord zu locken. Was passiert wenn jemand die Möglichkeiten und Absichten hat können Sie ja in Genf sehen.
Daher, woher soll das Geld kommen um die Wohlfühloase am Leben zu erhalten?
Beitrag vom 17.05.2021 - 15:34 Uhr
…mit dem Unterschied, dass das „will“ hier eher dem Englischen entlehnt sein und es sich daher eher um ein „wird“ handeln könnte. Und das traue ich denen auch zu.

Die Arbeitnehmerrechte sind in der Schweiz deutlich schwächer ausgestaltet… dieser Gewinn wird zu einem Teil auf dem Rücken des Personals erwirtschaftet sein.

Was bedeutet

… dieser Gewinn wird zu einem Teil auf dem Rücken des Personals erwirtschaftet sein.

Ist denn das nicht immer so?

Nicht ganz: Zuvor war SWISS so profitabel, dass auch das Personal profitiert hat. Jetzt soll das SWISS-Personal (nach 780 Kündigungen) Zugeständnisse machen, damit auch ja die Marge wieder auf 8% gehoben werden kann. Diese Zahl steht sakrosankt im Raum und dafür soll das dezimierte Rest-Personal ruhig den Gürtel enger schnallen.

(Über-)Vollbeschäftigung und -3% Marge sind aber auch keine zukunftsfähige Konstellation, oder?
Die Zahl 8% bedeutet lediglich, dass man die notwendigen Investitionen stemmen kann, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einem ausgeglichenen Ergebnis funktioniert das nicht.
Man hat also die Wahl zwischen Gürtel locker lassen, nicht mehr zu investieren und so mittelfristig nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein oder Gürtel enger schnallen. Dummerweise gibt es selbst dann keine Garantien für eine erfolgreiche Zukunft.
Die Situation ist sche...., ich sag das schon seit einem Jahr, das glaubt nur kaum einer.
Beitrag vom 17.05.2021 - 15:14 Uhr
Wenn es woanders etwas besseres gibt, sollte man keine Zeit verlieren ...


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